Einsatzübung für die Bergwacht Scheibe-Alsbach
Einsatzübung für die Bergwacht Scheibe-Alsbach
Freitag um 19.30 Uhr. Plötzlich erklingt der Piepton der Alarmempfänger der Bergwacht-Bereitschaft Scheibe-Alsbach. Eine Einsatzgruppe macht sich auf den Weg zum Fahrzeug. Über Funk erhält der Einsatzleiter die Information, dass ein Jäger vom Hochstand gefallen ist. Als Unfallort wurde der Löschleitenberg angegeben, genaueres war nicht bekannt. Mit einer Einsatzstärke von 5 Kameraden rückte die Einsatzgruppe zum Unfallort aus. Dabei kam zum ersten Mal das neue Dienstfahrzeug zum Einsatz. Die Anfahrt verlangte bereits einiges dem Fahrer ab. Da es geschneit hatte waren die Wege ziemlich glatt. Hinzu kamen große Wasser- und Schlammdurchfahrten. Ähnliche Verhältnisse herrschten am Unglücksort. 42 Minuten waren seit der Alarmierung vergangen, als dieser erreicht wurde. Der Verletzte lag zusammengekrümmt unter der Leiter des Hochstandes und an einem Hang. Der Einsatzleiter teilte sofort seine Kameraden ein. 2 waren für die Versorgung des Verletzten zuständig und die anderen beiden bauten die Beleuchtung mit Notstrom und den Akia auf. Nach der Feststellung der Verletzungen, wurde die Rettung des Jägers vorbereitet und durchgeführt. Mittels Schaufeltrage wurde die Umlagerung auf den Akia durchgeführt und der Verletzte zum Übergabeort für den Rettungswagen gebracht.
Im Anschluss begaben sich die Kameraden in die Diensthütte, wo eine Auswertung stattfand. Durch den Bereitschaftsleiter und den Ausbilder der Bereitschaft gab es keine Fehler zu bemängeln, welche Auswirkungen auf den Verletzten hatten. Diese Übung zeigte erneut, dass die Bergwacht-Bereitschaft den gestellten Aufgaben gewachsen ist. Ein Dank geht hier nochmals an den "Verletzten", der die ganze Zeit in diesem schlechten Wetter ausharren musste.
Nach langem Warten endlich wieder in der alten neuen Hütte
Nach langem Warten endlich wieder in der alten neuen Hütte
Es war im Jahr 1975, als die Kameraden des Bergunfalldienstes mit dem Bau einer Schutzhütte begonnen haben. Dies wurde 1976 fertiggestellt und übergeben. Dieser Bau wurde mit großer Unterstützung ortsansässiger Firmen, Firmen mit Niederlassungen im Ort und vieler Privatpersonen realisiert. Diese Hütte wurde für viele Tätigkeiten genutzt, so z.B. für Schulungen, Einsätze im Biathlonzentrum, Feiern und als Lagerraum für die Ausrüstung.
Auch nach der Wende 1989 konnte die Hütte durch unsere Kameraden genutzt werden. Diese hatten den Bergunfalldienst in der Zwischenzeit zur Bergwacht umbenannt. Mit Hilfe von Fördergeldern, Geldern der Bereitschaft und des Kreisverbandes, sowie nach einem Versicherungsfall, wurde die Hütte von Jahr zu Jahr immer mehr umgebaut und modernisiert. Es kamen neue Fenster, Wärmedämmung, neu Dächer und so weiter. Der Eigentümer bis dahin war die Gemeinde Scheibe-Alsbach. Diese bezahlte lediglich eine Dachhälfte. Alle anderen Kosten, mussten durch die Bergwacht beschafft werden. 1995 ging die Hütte nun an das DRK, den damaligen Kreisverband Sonneberg. Dieser mußte im Jahr 1997 Konkurs anmelden.
Feierliche Übergabe unseres neuen Dienstfahrzeuges
Feierliche Übergabe unseres neuen Dienstfahrzeuges
Am 13.10.2001 ging für unsere Kameraden ein großer Wunsch in Erfüllung. Erwin Götz, Vorsitzender des DRK Sonneberger Kreisverband, übergab uns ein neues Dienstfahrzeug vom Typ Opel Frontera.
Ausgerüstet ist das Fahrzeug mit moderner Funk- und Sondersignaltechnik sowie Allradantrieb, der für unsere Region besonders wichtig ist. Dazu wurde ein Anhänger in Dienst gestellt, mit dem Tragen, Akia, Notstromaggregat, Kletterausrüstungen und anderes Gerät an die Einsatzorte transportiert werden kann. Mit diesem Fahrzeug wird die Einsatzbereitschaft erneut gesteigert, wie unser Bereitschaftsleiter erfreut einschätzte. Eine Aufgabe der Bergwacht besteht bekanntlich darin, Verletzte im unwegsamen Gelände zu suchen, zu versorgen und schließlich zu bergen.
Unser Zuständigkeitsgebiet erstreckt sich von Mengersgereuth-Hämmern bis Katzhütte und fast bis Masserberg, der größte Anteil davon ist Wald. Unsere Kameraden sichern die Liftanlagen Limbach und Siegmundsburg sowie das Areal der Skiarena "Silbersattel" Steinach ab. Hinzu kommen jährlich rund 30 Einsätze bei verschiedensten Sportveranstaltungen.
Bei der feierlichen Übergabe des Fahrzeuges waren Kameraden der befreundeten Feuerwehren Steinheid, Siegmundsburg und natürlich Scheibe-Alsbach selbst dabei. Sie beglückwünschten unsere Bereitschaft zur neuen Errungenschaft. Scheibe-Alsbachs Ortsbrandmeister Dirk Lutter meinte, es sei ungewöhnlich und damit umso hervorragender, dass in solch einer kleinen Gemeinde zwei Rettungsdienste ansässig sind. Auch Angelika Tessmer, die stellvertretend für den Landrat gekommen war, würdigte die Arbeit der Kameraden der Bergwacht. Da sie nicht so offensichtlich sei, wie die Einsätze der Feuerwehren, würde sie leider oftmals unterschätzt.
Nachteinsatz für die Bergwacht
Nachteinsatz für die Bergwacht
Am 10.07.2001, ein Dienstagabend wurden die Bergwachten Neuhaus und Scheibe-Alsbach zur Suche einer verletzten Person alarmiert. Als erstes gab es die Alarmierung für Neuhaus um 22.07 Uhr. Auf Grund der ungenauen Angaben, wurde um 22.18 Uhr die Scheibe-Alsbacher Bergwacht-Bereitschaft ebenfalls alarmiert. Zu diesem Zeitpunkt war bekannt, dass ein Gruppe auf dem Rennsteig von Neuhaus nach Eisenach unterwegs ist und ein Mitglied der Gruppe eine Fraktur am Bein hat.
Nach nochmaligem Rückruf bei der „Gruppe“ fand die Einsatzleitung der Bergwacht heraus, dass die „Gruppe“ bereits über 10 km von Neuhaus aus zurückgelegt hatte. Daraufhin wurde der Treffpunkt für die Kräfte der Bergwacht auf Limbach festgelegt und ein Arzt zusätzlich angefordert.
Nach einer kurzen Lagebesprechung und Aufteilung der Einsatzkräfte, setzten sich diese in Bewegung, um an mehreren Punkten des Rennsteiges mit der Suche zu beginnen. Dies war erforderlich, da die genaue Position nicht bekannt war und Zeit eingespart werden sollte.
Nach kurzer Suche, wurde gegen 23 Uhr die verletzte Person und ein Begleiter gefunden. Dies war die ganze Gruppe. Beide waren angetrunken und hatten keinerlei Orientierung, wo sie sich befanden. Sie waren zum Zeitpunkt des Auffindens durch die Bergwacht auf halber Strecke zwischen „Saarhütte“ und dem Drei-Strom-Stein. Nach einer kurzen Untersuchung wurde tatsächlich ein Bruch festgestellt. Der Bruch wurde versorgt und der Patient anschließend mit einer Schaufeltrage an den Drei-Strom-Stein getragen, wo bereits der angeforderte Rettungswagen wartete. Gegen 24 Uhr war der Einsatz beendet.
Dies zeigt wieder einmal, wie wichtig die ehrenamtliche Arbeit der Kameraden der Bergwacht ist, was viele noch nicht erkannt haben.
Bedanken möchten sich die Kameraden der Bergwacht beim Notarzt, den Mitarbeitern des Rettungsdienstes Neuhaus und den Mitarbeitern der Rettungsleitstelle in Suhl, für die hervorragende Zusammenarbeit bei diesem Einsatz.
Besuch des Jugend-Rot-Kreuzes Troisdorf vom 15.06.2001 bis 18.06.2001.
Besuch des Jugend-Rot-Kreuzes Troisdorf vom
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![]() David beim Einstieg in die Wand. |
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Olli kurz vor dem Gipfel! |
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![]() Manu hängt fest. |
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"Rettung" |
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