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1. Kreisjugendwettbewerb des DRK - Pressemitteilung

1. Kreisjugendwettbewerb des DRK - Pressemitteilung

Jugendrotkreuz in Aktion

Am 10. Juni 2006 fand der 1. Kreisjugendwettbewerb des DRK Sonneberger Kreisverbandes in Sonneberg statt und wie auf Bestellung lachte die Sonne vom Himmel. Insgesamt 151 Kinder und Jugendliche – dabei Gastmannschaften aus Münchenbernsdorf und Reisdorf – im Alter von 6 – 27 Jahren wurden an 9 Stationen auf ihr Wissen in Erster Hilfe, Karte und Kompass sowie Allgemeinwissen getestet. Den Sonneberger Kreisverband vertraten die Kameraden aus Scheibe-Alsbach, Haselbach, Steinach und Sonneberg. 
Damit dieser Tag ablaufen konnte wie am Schnürchen, waren viele Stunden der Vorbereitung erforderlich. Dafür zeichneten die Kameraden Andy Söllner und Nicole Himsel von der Sanitätsbereitschaft verantwortlich, die sich für diese logistische Meisterleistung ein Lob verdient haben. 
Nachdem alle Teilnehmer des Wettbewerbes vom Vorsitzenden des DRK Sonneberger Kreisverbandes, Erwin Götz, dem stellvertretenden Bürgermeister der Stadt Sonneberg, Herrn Dr. Heiko Voigt, der stellvertretenden Landrätin, Frau Angelika Teßmer sowie dem Vertreter des Jugendamtes, Herrn Stefan Müller begrüsst wurden, starteten die einzelnen Gruppen an den verschiedenen Stationen im gesamten Stadtgebiet. Alle Teilnehmer und die zahlreichen Helfer wurden während und nach dem Wettkampf ausreichend mit Getränken und Essen aus der Gullaschkanone des DRK Betreuungszuges Oberlind versorgt. 
Auch für gute Unterhaltung mit Musik und einigen Tanzeinlagen der Tanzgruppen des DRK Jugendzentrums war gesorgt. Der Höhepunkt des Tages war eine Übung, bei der ein Unfall mit zwei PKW´s und mehreren Verletzten realistisch nachgestellt wurde. 

Beteiligt an der „Rettungsaktion“ waren die Feuerwehr, die Polizei und natürlich das DRK samt Notarzt. Zahlreiche Schaulustige beobachteten das Treiben und konnten verfolgen, wie den Verunfallten dank des reibungslosen Zusammenarbeitens aller Hilfskräfte schnell geholfen wurde. 
Nach dieser Übung fand die Siegerehrung der JRK-Mannschaften statt. Unter grossem Jubel wurden die Pokale und Medaillen überreicht. In der Stufe 1 belegte den 1. Platz die Mannschaft Haselbach-Steinach, bei Stufe 2 die Mannschaft Sonneberg 1 und bei der Stufe 3 die Bergwacht Scheibe-Alsbach. 

Doch egal wer welchen Platz belegte: Sieger waren sie alle, denn es war ein fairer und gelungener Wettstreit. 
Ein Dankeschön geht auf diesem Wege an alle Helfer und Sponsoren, die mit ihrer Unterstützung dazu beigetragen haben, dass dieser JRK-Kreiswettbewerb für alle Beteiligten ein unvergessliches Erlebnis bleiben wird. 

Ch. Doktorowski 

Herzlichen Glückwunsch zur Hochzeit

Herzlichen Glückwunsch zur Hochzeit

Am 14.Mai 2005 ging unser Kamerad Daniel Weigelt den Bund der Ehe mit seiner Jasmin ein. Um ihnen die Glückwünsche unserer Bereitschaft zu überbringen, erwarteten wir sie am Ausgang des Standesamtes in Steinach. Neben einem kleinen Erinnerungsgeschenk hatten wir auch einen Sägebock, ein kleines Stück Holz und eine "extrascharfe" Säge im Gepäck. Wie es Brauch ist, musste das junge Ehepaar den kleinen Stamm durchsägen, was ihnen alle Probleme und Schwierigkeiten auf ihrem gemeinsamen Weg ersparen soll.

Das frisch vermählte Paar

Die erste Prüfung des jungen Glücks

 

Es ist geschafft!!!

Familie Köhler - scharzer Michel in den Reihen
unserer Kameraden

Jahreshauptversammlung 2006

Jahreshauptversammlung 2006

 

Die Kameradinnen und Kameraden unserer Bereitschaft

Die Kameradinnen und Kameraden unserer Bereitschaft

Zu einem gemütlichen Abend trafen sich die Kameradinnen und Kameraden der Bergwacht-Bereitschaft Scheibe-Alsbach in ihrer Schutzhütte. Bevor es aber zum gemütlichen Teil kam, wurde die Arbeit des letzten Jahres ausgewertet. 
Wieder einmal waren die Einsatzkräfte der Bereitschaft im ganzen Landkreis zu den verschiedensten Aufgaben unterwegs. 
So wurden bei 18 Blutspenden die Spender betreut. Bei 81 Veranstaltungen waren die Kameraden, um verletzten Personen zu helfen. Insgesamt wurden 5293 Stunden geleistet. Davon waren rund 500 Stunden Sommer- und 1130 Winterdienst. Hinzu kommen rund 1200 Stunden Sanitätsdienste. 
Es konnte im letzten Jahr 269 verletzten Personen geholfen werden. Davon wurden 38 an den Rettungsdienst übergeben. 1274 Verletzte stehen seit 1993 zu Buche. 
Hauptschwerpunkte waren die Skiarena „Silbersattel“ Steinach, die Veranstaltungen der verschiedenen Sportvereine, Down-Hill- und Motorsportveranstaltungen. 
Des Weiteren nahmen die Kameraden an 2 Übungen teil. Besonders ist hierbei die gut organisierte Übung in Neuhaus hervorzuheben. 
Im Rahmen der Rettung aus unwegsamen Gelände bzw. der Unterstützung des Rettungsdienstes, ist ein zunehmendes Einsatzaufkommen zu verzeichnen. So gab es Unterstützung von Kranken- und Rettungswagen beim Transport von Patienten zwischen Krankenhaus und Wohnung, bei der Rettung von Skiloipen und eine Suche nach einer vermissten Person, gemeinsam mit den Kameraden der Rettungshundestaffel aus Köln. 
Hierbei muss auch einmal die gute Zusammenarbeit mit Polizei, Rettungsdienst, Feuerwehr und Leistelle in Suhl hervorgehoben werden. 
Den größten Einsatz hatten die Kameraden im letzten Jahr. Sie wurden über Funkmelder zum Einsatz gerufen, als ein schwer verletzt Holzfäller in einem Waldgebiet lag. 
Probleme gibt es bei diesen Einsätzen im Winter mit der Technik. Leider stehen nur sehr alte Motorschlitten zur Verfügung, welche schon zu DDR-Zeiten bei den Grenztruppen zum Einsatz kamen. Jetzt ist es Ziel, moderne Motorschlitten zu beschaffen. Hierzu fehlen jedoch noch einige finanzielle Mittel und die Kameraden hoffen auf Unterstützung. 
Die Auswertung der Wintersaison 2005/2006 war der zweite Abschnitt des offiziellen Teils. 
In den rund 20 Wochen wurden 68 Verletzte durch die Bergwacht betreut. Davon wurden 46 durch den Rettungsdienst ins Krankenhaus gebracht. 1188 Stunden stehen in dieser Zeit zu Buche. Hinzu kommen noch die Stunden, in denen die Technik instand gehalten und Ausbildungen durchgeführt wurden 
Die Verletzungen reichen von Schürfwunden über Brüche bis hin zu Wirbelsäulenverletzungen. 
Allein in der Skiarena Steinach leisteten die Kameraden 837 Stunden an 46 Tagen. 
Es waren an den Wochenenden und Feiertagen ständig Kameraden im Skigebiet unterwegs, um verletzten Personen zu helfen. Dies war in diesem Winter erneut erforderlich, was die Verletztenzahl zeigt. Leider ist es nicht möglich, täglich Kameraden nach Steinach zu senden. Dies wäre aber dringend notwendig, da auch unter der Woche viele Verletzte anfallen. 
Aber auch außerhalb des Skigebietes gab es einiges zu tun. So wurde die Bereitschaft zur Unterstützung von Rettungsdienst und Christoph 60 nach Friedrichshöhe gerufen. Weitere Einsätze zur Unterstützung des Rettungsdienstes waren in Steinach und Limbach. 
Außerdem musste ein angetrunkener Mann zwischen Friedrichshöhe und Masserberg gesucht werden. 
Nun war es Zeit für einen gemütlichen Abend, mit einem leckeren Essen, was dankenswerter Weise durch Jens Koch bereitet und angeliefert wurde.

Rettungshundestaffel on tour…

Rettungshundestaffel on tour…

Am 21.01.2006 um 6.00 Uhr morgens war es wieder so weit – ein Teil unserer Staffel machte sich auf den Weg auf die 10. Winter-Staffel-Fahrt nach Scheibe-Alsbach/Thüringen. Ausbildungsziele für die Woche waren neben der Verbesserung der Suchintensität und -kondition der Hunde die Vertiefung der einsatztaktischen Kenntnisse und Fähigkeiten der Hundeführer.

Nach einem kurzen Zwischenstopp mit Mittagessen in der Bergwacht-Hütte ging es – kaum an der Pension Arnika angekommen - auch schon los mit der ersten kleinen Trainingseinheit und der ein oder andere Mensch wie Hund war schon erstaunt wie tief man im Schnee einsinken kann. Petrus hatte es dieses Jahr wirklich gut mit uns gemeint!

Am Sonntag gegen 10 Uhr begann der erste Trainingstag - allerdings nicht ohne die obligatorischen Mobilitätsprobleme! Gerade losgefahren musste der Sprinter schon das erste Mal befreit werden. Endlich am Trainingsplatz angekommen ging es los mit dem Schneetraining: je nach Ausbildungsstand wurde mit den Hunden gespielt oder Verbellübungen bzw. kleinere Suchen gemacht. Daneben haben unsere Männer als Vorbereitung für den nächsten Trainingstag in den extra für uns aufgeschichteten Schneebergen Höhlen angelegt – je nach Beruf des Erbauers mit Feuerlöscher, Handy oder Innenanstrich versehen!

Montags gab es das erste Schneehöhlen-Training: Die Hunde sollten eine in der Schneehöhle eingegrabene Person finden und sich möglichst selbstständig durch den Schnee buddeln. Während sich die unerfahreneren Hunde anfangs noch etwas zögerlich zeigten, hatten die Profis sich in Windeseile ein Loch gegraben. Am Ende des Tages hatten aber alle Hunde die Technik raus. Nur einzelne konzentrierten sich lieber aufs Bellen und ließen ihren Hundeführer die Arbeit machen.

Dienstagnachmittag gab es für einen Teil der Gruppe die erste große Herausforderung. Anhand eines vorgegebenen Szenarios sollten Hund und Hundeführer ein 70*200m großes Areal selbstständig absuchen. Neben dem Einbrechen der Dunkelheit und dem Ausfall der Funkgeräte hatte jedes Team wohl noch mit der ein oder anderen Schwierigkeit zu kämpfen, sei es mit der Orientierung im unbekannten Gelände oder mit der korrekten Einweisung des Helfers. So war nicht nur das Führungsteam froh, als alle 5 Teams ihren Weg zurückgefunden hatten. In der Arnika gab es nach dem Abendessen eine ausführliche Nachbesprechung mit intensivem Erfahrungsaustausch bis spät in die Nacht.

Mittwochs hatten sich Hund und Mensch die Trainingspause am Nachmittag dann wohlverdient. Ein Teil der Gruppe besuchte Lauscha um sich die Arbeit der dortigen Glasbläser-Zunft anzuschauen während der Rest in der Pension entspannte.

Donnerstagfrüh gingen dann Mensch und Hund mit neuen Kräften wieder ans Werk. Ein weiterer Trainingstag am Gelände rund um den Stake-Out stand auf dem Plan. Dieses war im Laufe der letzten Tage schon fast unser zweites Zuhause geworden.

Umso erstaunter war ein Teil der Hundeführer als sie Freitagmorgen auf dem Weg zum Training bereits nach einigen hundert Metern am Dreistromstein mit dem Hinweis „Nehmt alles mit, was ihr für eine Suche braucht“ aus dem Sprinter aussteigen sollten. Eine weitere Überraschungs-Übung stand auf dem Plan! Die Gruppe sollte selbstständig die Wege zwischen Dreistromstein und Stake-Out nach drei vermissten Nachtwanderern absuchen. Natürlich war die Aufregung anfangs nicht nur bei den Hundeführern groß sondern auch bei den Hunden, die schließlich zum ersten Mal neben ihren Kollegen suchen sollten. Mit kleineren Hilfestellungen konnte die Gruppe aber die Aufgabe erfolgreich lösen. Aufgrund der Erfahrungen während der Übung standen in der anschließenden Nachbesprechung nicht so sehr einsatztaktische Fragen sondern Themen wie der Umgang des einzelnen mit Stress, die Kommunikation im Einsatzfall und Rettungshundearbeit als Teamarbeit im Vordergrund.

Abends gab es zum Abschied das traditionelle Würstchengrillen an der Bergwacht-Hütte. Nach reichlich Würstchen- und Kölschgenuss wurde wir mit dem regionalen Liedgut vertraut gemacht – auch wenn die ein oder andere Textzeile uns irgendwie komisch vorkam.

Am 28.01.2006 war leider die Woche wie immer viel zu schnell um. Nach einem letzten ausgiebigen Spaziergang durch die wunderschöne Schneelandschaft machten wir uns gegen Mittag wieder auf den Weg Richtung Heimat! Für alle war es eine anstrengende aber auch abwechslungsreiche und lehrreiche Woche in der man - allen voran die Junghundeführer - nicht nur viel dazu gelernt hat, sondern auch sich selbst, seinen Hund und die Gruppe in den unterschiedlichsten Situationen noch besser kennen gelernt hat.

Auf diesem Weg möchten wir uns noch einmal ganz herzlich für die Hilfe und Gastfreundschaft bei Konni und den anderen Bergwacht-Kameraden bedanken! Egal ob es um die Bereitstellung des Motorschlittens, das Freischieben unserer vielleicht nicht ganz so schneetauglichen Fahrzeuge/Fahrer, das Grillen bei Tiefschnee oder die musikalische und tänzerische Gestaltung des Abschlussabends geht, Ihr seid immer zur Stelle!

Kommt mit, wir wandern!!!

Kommt mit, wir wandern!!!

So hieß es wieder einmal am Sonnabend bei den "Gummibären" der AWO-Kindertagesstätte "Haus der kleinen Strolche" in Steinheid.

Unsere Kinder und ihre Erzieherin Ingelinde luden uns zu einem Familienwandertag ein. Weil es die Kleinen ungerecht fanden, daß immer nur Muttertag gefeiert wird und die Vatis dabei vergessen werden, hatten sie sich diesen Wandertag ausgedacht und wir Eltern waren von dieser Idee auch überzeugt.
35 Wanderfreudige trafen sich Punkt 15.00 Uhr am Kindergarten und los zog ein lustiger Trupp in Richtung Rennsteig. Auch der Wettergott spielte dabei mit und so sollten unsere mitgenommenen Regenschirme nur als Wanderstöcke dienen. An der Limbacher Greiner-Gruft war die Aufregung groß: fanden die Kinder da doch wirklich ein "Bonbonnest" in einem Papierkorb. Dies sollte eine kleine Belohnung für unsere Kinder sein, denn bis hierhin hatte noch kein kleiner Wanderer gejammert, weil der Weg zu weit war. Wir Eltern waren darüber eigentlich ganz schön erstaunt, denn bei Spaziergängen anderer Art ist die Quengelei immer riesig groß. Es zeigt sich also, in einer Gemeinschaft zu wandern bringt auch unseren Kindern mehr Spaß. Und weiter ging es durch den Wald, das Gläserstal entlang nach Scheibe-Alsbach zur Bergwachthütte. Einige Muttis und Vatis von uns hatten sich auf Bratwurstbraten und Getränkeverkauf eingestellt. Doch die Überraschung beim Eintreffen an der Hütte der Bergwacht Scheibe-Alsbach war groß: überall standen Kameraden der Bergwacht und leisteten ihren Einsatz, so das alle Gummibäreneltern an diesem schönen Tag nicht "arbeiten" mußten. Sogar ein richtiges Lagerfeuer hatten sie für uns aufgeschichtet. Alles klappte wie am Schnürchen. Nur ein Vati hatte früh seine Arbeit verrichtet: unser Bäcker Jens von der Bäckerei "Anton" spendierte uns Semmeln und die frischen Brote. Vielen Dank! 
Auf diesem Wege möchten wir Eltern, Kinder und Erzieherin der "Gummibären" den Kameraden der Bergwacht Scheibe-Alsbach ganz herzlich Danke sagen für ihre Unterstützung und Gastfreundschaft in ihrer Hütte an unserem Wandertag und wünschen ihnen in ihrer weiteren Bergwachtarbeit viel Erfolg.

Im Namen aller Eltern 
Conny Menzel und Ute Eichhorn

Jump City - Tag und Nacht stille Helfer


Liebe Grüße vom gerissenen Kreuzband

Liebe Grüße vom gerissenen Kreuzband

Seit Jahren sichern Kameraden Unfall-Erstversorgung in Region ab - doch Wunsch nach modernem Einsatzgerät bleibt offen.

Rund 5000 Stunden freiwilliger Arbeit buckelten sich Scheibe-Alsbachs Bergwachtkameraden vergangenes Jahr auf: Übung und Materialpflege, Lehrgänge und Einsatz, Winter wie Sommer. Zurzeit dominiert die Sicherheitspräsenz in Steinachs Skiarena das Geschäft der Retter.

STEINACH/Scheibe-Alsbach - A wie Ankerwettkampf, B wie Biathlon-Ranglistenturnier, C wie Crosswettkampffinale - bis hin zum Zwergencup buchstabiert sich das Geschehen bei der Bergwacht Scheibe-Alsbach. Ein Alphabet, das das ganze Jahr überspannt. Und die gesamte Region: Das Dienstgebiet der Kameradschaft ist in drei Jahrzehnten ihres Bestehens auf 15 Kommunen angewachsen. Es reicht vom Pumpspeicherwerk Goldisthal, bis kurz vor Katzhütte, über Steinach und Steinheid bis Masserberg, vom Nachbarlandkreis Hildburghausen zurück ins Schaumberger Land.

Zurzeit sind die Scheibener vorrangig in Steinach im Einsatz und sichern dort den Schneetrubel: Streifendienst am Silbersattel heißt es im Terminkalender, Spaßwacht in der Skiarena im Volksmund. Mit zwei bis drei Mann schiebt man dort den Tag über Schicht. Ehrenamtlich.

Über die Disziplin der Brettlkünstler möchte Konni Lutter nicht groß meckern. "Es gibt halt solche und solche", beschwichtigt der Chef der Bereitschaft. Die Jüngeren drängelten eher am Lift, die etwas Älteren toben sich dagegen auf der Piste aus. Einheimische wie Auswärtige. Alles in allem kein Grund zur Klage.

Die Verantwortung der Aktiven hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen: Die Scheibener Bergwacht-Kameraden leisten Erstversorgung. Wer sich geprellt hat, bekommt einen Verband, wem der Kreislauf wegsackt, darf auf die Pritsche pausieren bis er sich wieder fit fühlt, auf eine Abschürfungen wird ein Pflaster geklebt. Im Gros sind es somit eher Kleinigkeiten die im Bergwacht-Domizil an der Mittelstation verarztet werden. Doch man soll sich nicht täuschen: Auch über umfassendere Verletzungen, die eine Nachsorge vom Notarzt oder eine Einlieferung ins Krankenhaus nach Sonneberg oder Neuhaus nötig machen, entscheiden die Retter vor Ort.

Diese Zahl nimmt zu: Seit drei Jahren ist die Bergwacht Scheibe-Alsbach auf dem Fellberg im Einsatz: 14 Unfälle, die es nötig machten den Sanka anzufordern, waren es 2002, im Jahr darauf bereits 25 und in der zurückliegenden Saison immerhin 41. Klar, alpines Abfahrtsvergnügen ist im sportlichen Verletzungsrisiko nicht gerade mit Tischtennis zu vergleichen. Unabhängig davon fällt das drastisch gestiegene Unfallgeschehen auch mit eine deutlichem Plus bei den Besucherzahlen zusammen. Im Zeitraum von 2002 bis 2004 kletterte diese von rund 24 000 auf etwa 36 000 in der vergangenen Saison. Und nicht alle, die in der Fellberg-Manege auftreten, sind eben zugleich erfahrene Ski-Artisten ...

Die gute Zusammenarbeit mit der Skiarena lobt Lutter: "Einen eigenen, acht Jahre alten Schlitten hat die Bergwacht vor Ort. Den Zugriff auf den größeren, zum Abtransport von Verletzten geeigneten Skiarena-eigenen Schneespurschlitten regelt man per Zuruf, ein festes Domizil an der Mittelstation wurde überlassen. Und eine Spende fürs Engagement sattelt der Vergnügungspark ab und an noch oben drauf."

Doch ansonsten ist es mit der Unterstützung für die Retter nicht weit her. Klar: Die Erstversorgung von Unfallopfern wird von den Krankenkassen erstattet. Das bringt ein bisschen Geld. Doch vergangenes Jahr versuchte Lutter in den Kommunen im Dienstgebiet für eine Spende zu werben. Mittelfristig müsste der Fuhrpark erneuert werden, sagt der 35-Jährige.

Drei alte Schneeschlitten stehen in der Hütte der Bergwacht in Scheibe-Alsbach, allesamt Hinterlassenschaften der Grenztruppen mit Baujahr 1982. Im Oldtimer zum Rettungseinsatz?

Konni Lutter lächelt säuerlich: Viel gebracht haben die Bittbriefe nicht. Groß waren die Ansprüche ohnehin nicht: Ein Hunderter hätte es vielleicht sein können. "Effelder und Siegmundsburg haben dann Geld gegeben, 30 Euro spendierte Scheibe-Alsbach - das ist die ganze Unterstützung aus den Orten." Eine Bergwacht zu unterhalten ist keine kommunale Pflichtaufgabe. Was die Aussicht auf einen neuen Schlitten betrifft geht die Lobbyarbeit also fleißig weiter: Der Landtagsabgeordnete wurde angewählt wegen Lottomitteln, beim Landrat durchgeklingelt wegen eines Zuschusses, beim Bergwachtträger, dem Deutschen Roten Kreuz, vorgesprochen um dort für eine anteilige Finanzierung des wohl 10 000 Euro teuren Geräts vorzuglühen. Lutter wiegt denn Kopf: "Mal sehen, was das Jahr bringt."

Vergangenen Sonntag war Zwergencup in Steinach angesetzt. Die Vier- bis Zehnjährigen schubberten gemächlich in weiten Bögen den Fellberg hinab. Meist breitbeinig im Pflug - der flotte Parallel-Schwung stand für manchen noch nicht auf dem Stundenplan. Nina Siegmund aus Erfurt rutscht die Wettkampfstrecke fürsorglich neben Töchterchen Claudia den Hang runter. Die Fünfjährige meistert den Hang ohne Sturz und zum ersten Mal. Die gestoppte Zeit der Tochter kommentiert die Mutter mit zufriedenem Nicken: "Das ist natürlich kein Vergleich zu den Steinachern", lacht sie. "Die sind hier doch alle mit Skiern an den Füßen auf die Welt gekommen."

Sicherheitsgefühl

Nebenan, zwischen den Zuschauern an der Talstation, steht Martina Stauch in ihrer dick wattierten Rot-Kreuz-Jacke und schaut dem Kinderspektakel zu. Als 14-Jährige wurde Stauch in den 60er Jahren hier in Steinach Deutsche Meisterin. Heute arbeitet sie als Onkologin in ihrer eigenen Praxis in Kronach. Und ihr Wochenende gehört weiter dem Fellberg. Wie viele Bereitschaftsstunden es denn dieses Jahr schon waren? Martina Stauch lacht. Wer freiwillig hier ist, zählt so etwas nicht mit. Die Motivation zum Ehrenamt schlüsselt sich nicht in einer Zahl auf: "Etwas zurückgeben" - davon spricht Stauch dann doch. Die alpine Sporttradition Steinachs, die man selbst als Kind erlebt hat, und die Verbundenheit zum SV 08, dessen Mitglied Stauch ist, das sind schon eher die handfesten Gründe . "Der schlimmste Unfall, dass war einmal ein 20-Jähriger, der vor zwei Jahren am Steilhang in eine Fichte gerauscht ist", erinnert sich Stauch. Der Junge blieb liegen, ein Wirbelbruch war offensichtlich. Dass dieser für den Betroffenen ohne Querschnittslähmung ausging, ist zuerst dem professionellen Einsatz der Kameraden zu verdanken: Die Rettung im Berg, sie wird geübt auf Lehrgängen. Um so etwas zu lernen, kurven die Aktiven in ihrer Freizeit zurzeit noch bis zum Ausbildungszentrum nach Oberhof.

Dass solch schweren Einsätzen ein Wort der Dankbarkeit folgt, sei eher selten, sagen Stauch und Lutter. "Die kleineren Verletzungen" schieben ab und an noch etwas für die Kaffeekasse über den Tisch. "Ein 5-Euro-Schein." Viel mehr ist oft nicht drin.

"Der offene Unterarm von neulich wollte eigentlich noch ein paar E-Mails mit Bildern schicken", fällt Konni Lutter noch ein. Mal schauen was sie wert sind. Die Retter selbst jedenfalls dokumentieren ihr Engagement und ihre Kameradschaft in einem eigenen Internetauftritt unter www.bergwacht-scheibe-alsbach.de.

Hin und wieder kann man zumindest im Web-Gästebuch einen Eindruck bekommen, dass Erste Hilfe und Dankbarkeit dafür sich doch bisweilen die Hand geben: "Hallo, bin die mit dem gerissenen Kreuzband beim Enduro-Rennen in Neuhaus vom letzten September". Liebe Grüße aus dem Flachland.

Und ein Lausitzer Skihase macht per Internet-Brief deutlich, dass Retterpräsenz und Sicherheitsgefühl für Wintertouristen ein Standortfaktor sind: "Wenn es so ist das man Bedenken haben muss, dass die Sicherheit und schnelle Versorgung nicht mehr gegeben ist dann wandern bestimmt viele Leute wieder in die bayrischen Skigebiete ab, wo die Sicherheitspräsenz viel deutlicher ist und man sich einfach durch deren Anwesenheit schon sicher und geborgen fühlt, auch wenn nichts passiert." Freilich: Dass nichts passiert, liegt kaum in der Hand der Bergretter. Doch, dass dank schnellen Zugriffs Stürze oft ohne schlimme Spätfolgen abgehen, dafür lassen sich die Scheibe-Alsbacher in die Pflicht nehmen. Ehrenamtlich.

ANDREAS BEER

Praktische Ausbildung für den Bergwacht-Nachwuchs

Praktische Ausbildung für den Bergwacht-Nachwuchs

Zu einer praktischen Ausbildung fanden sich die jungen Kameraden der Bergwacht-Bereitschaft Scheibe-Alsbach in der Skiarena Silbersattel Steinach zusammen. Dabei stand das Skitraining und das Retten Verletzter mit dem Akia im Vordergrund.
Zunächst wurde eine Ausbildung durch Skilehrer der Ski- und Snowboardschule "Am Silbersattel" durchgeführt. Es wurde den jungen Kameraden das sichere Fahren beigebracht. Im Anschluss begann das fahren mit einem zunächst leeren Akia. Nach einigen leeren Fahrten wurden abwechselnd Kameraden in den Akia gepackt, um ihnen einmal das Gefühl zu vermitteln, wie es im Akia ist und wie sich die Verletzten fühlen.
Als sich die Kameraden sicher mit dem Akia bewegen konnten, wurde eine kleine Übung durchgeführt. Unter den Augen der Skiarena-Gäste stürzte eine Skiläuferin. Sofort wurde sie von anderen Fahrern betreut (es wusste keiner, dass es nur Übung ist) und die Kameraden wurden auf den Unfall aufmerksam gemacht. Sofort begab sich die Gruppe zum Unfallort und übernahm die Versorgung. Mittels Schaufeltrage wurde die "Verletzte" auf eine Vakuum-Matratze gelagert und in den Akia verbracht. Mit dem Akia fand dann der Transport ins Tal statt.
Der Dank der Bergwacht geht an das Team der Skiarena "Silbersattel" und das Team der Ski- und Snowboardschule "Am Silbersattel" für die hervorragende Unterstützung .

Gemeinsame Arbeit zum Wohl der Sportler

Gemeinsame Arbeit zum Wohl der Sportler

Zum wiederholten Male trafen sich die Kameraden unserer Bereitschaft mit den Kameraden der Bergwacht Lauscha, Ziel war die Absicherung der Down-Hill-Veranstaltung an der Marktiegelschanze. 
Diese Veranstaltung verspricht jährlich alle Hände voll Arbeit für die Einsatzkräfte, auf Grund der hohen Teilnehmerzahl und der zu erwartenden hohen Anzahl an Verletzten, arbeiten die Kameraden der beiden Bereitschaften bei dieser Veranstaltung zusammen, wobei ca. 20 Kräfte mit mehreren Fahrzeugen im Einsatz sind. 
Beginn ist am Freitag mit Training, dann kommen Samstag und Sonntag die Wettkämpfe. 
Die Teilnehmer fahren dabei auf festen Strecken mit zahlreichen Hindernissen (Sprünge, Abhänge usw.) quer durch den Wald.
Unsere Kräfte sind über die ganze Strecke verteilt. Bei Verletzungen nehmen die Kameraden vor Ort die erste Versorgung vor. Eine Bereitschaftsgruppe nimmt dann die Rettung der Verletzten Personen vor, mittels Schaufeltrage und Gebirgstrage werden die Verunfallten zum Einsatzfahrzeug gebracht. Auf Grund der Hanglage und des Waldes, ist die Rettung aus dem Gelände eine Aufgabe, die nur die Bergwacht, erfüllen kann. Dabei wird eng mit den Rennärzten zusammengearbeitet. 
Mit dem Einsatzfahrzeug wird der Transport zum Übergabeplatz an Start und Ziel durchgeführt, wo bereits die Sanitäter und Assistenten des straßengebundenen Rettungsdienstes warten und die Patienten übernehmen.
In diesem Jahr mussten durch uns 11 Verletzte von der Rennstrecke gerettet werden. Davon wurden 9 an den Rettungsdienst übergeben. Die Verletzungen reichten von Knieverletzung, über Schulterluxation bis zu Frakturen.
Wieder einmal zeigten die Kameraden aus Lauscha und Scheibe-Alsbach, wie Zusammenarbeit zwischen Bereitschaften aussehen sollte und arbeiteten Hand in Hand, gemeinsam zum Wohl der Verletzten .

Gemeinsamer Großeinsatz für Bergwacht- und Sanitätsbereitschaften

Gemeinsamer Großeinsatz für Bergwacht- und Sanitätsbereitschaften

Die Bereitschaften des Sonneberger Kreisverbandes des DRK sicherten gemeinsam die 11. East-Enduro-Challenge ab. Es waren fast 40 Einsatzkräfte mit mehreren Fahrzeugen zur Absicherung vor Ort um die zahlreich angetretenen Fahrer gegebenen falls zu versorgen.
Um eine schnelle Versorgung auch im Zielbereich zu gewährleisten, errichteten mehrere Kameraden des Kreisverbandes ein Sanitätszelt zur ersten Hilfe, das einen regen Zuspruch bei den Fahrern fand.
Da sich aber nicht alles durch die Einsatzkräfte des DRK absichern lässt, sind wir froh dass wir bei dieser Veranstaltung mit den Freiwilligen Feuerwehren der Region so eng zusammen arbeiten können, dass es zu keinen Problemen bei der Versorgung bzw. bei der Verkehrsregelung kommt.
Mit dieser gut funktionierenden Rettungskette mussten in diesem Jahr keinerlei größere Verletzungen bei den Fahrern versorgt werden, was für diese Veranstaltung sehr lobenswert
ist.
Das lag zum größten Teil an den Wetterbedingungen, aber auch am Respekt der Fahrer vor der doch recht anspruchsvollen Strecke die unter anderem auch mit Sonderprüfungen gespickt war, die sich über die gesamte Strecke verteilten und das ganze Können der Fahrer forderten.
Des Weiteren liegt eine hervorragende Zusammenarbeit der Kameraden des DRK-Kreisverbandes und der Mitglieder des MC Isolator Neuhaus-Schierschnitz vor, die auf dem gegenseitigen Respekt über die ausgeführten Tätigkeiten beruht.
Den verantwortungsvollsten Job hat bei diesen Veranstaltungen der Einsatzleiter des DRK, der mit Kameraden K. Lutter von unserer Bereitschaft gestellt wurde. Er war für die Rettung auf allen Streckenabschnitten zuständig, sicherte mit mehreren Kräften den Start/Ziel Bereich und eine Sonderprüfung ab, wobei auch ein Großteil der Strecke mit betreut wurde.
Wir wünschen uns für die nächsten Jahre weiterhin so eine gute Zusammenarbeit mit allen Vereinen die an dieser Veranstaltung teilnehmen und dem MC Isolator Neuhaus-Schierschnitz ein gutes Gelingen für den nächsten Termin sowie optimale Wetterbedingungen.

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