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Bergwacht Scheibe-Alsbach Bergwacht Scheibe-Alsbach Ehrenamtliche Bergrettung im Thüringer Wald
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Bergwacht Scheibe-Alsbach Sieger beim 21. Gehlberger Orientierungslauf

Bergwacht Scheibe-Alsbach Sieger beim 21. Gehlberger Orientierungslauf

Gehlberg war zum 21. Mal Treffpunkt von Bergwachtbereitschaften für ihren traditionellen Orientierungslauf.

Gehlberg – Am 05.05.2012 trafen sich 19 Bergwachten aus Thüringen und dem „hessischen Ausland“ zum 21. Orientierungslauf der DRK-Bergwachtbereitschaft Gehlberg.

Die 19 Dreier-Teams starteten in fünf verschiedenen Startklassen: Bergwacht-Aktive & -Anwärter, Jugend von 14 bis 18 Jahre, Kinder bis 14 Jahre, Ü 120 (alle drei Team-Mitglieder müssen zusammen mindestens 120 Jahre auf dem Buckel haben) und DRK-Ortsvereine.

Unter den 19 Mannschaften erwiesen sich die Scheibe-Alsbacher als die Besten.

Der Orientierungslauf hatte sowohl seine Schwierigkeiten im Gelände als auch an einzelnen Kontrollpunkten. „Absolut verboten“ waren GPS und Navi. An einem der Kontrollpunkte war sogar Orientierung ohne Karte und Kompass gefragt. An anderen Kontrollpunkten musste ein „Klettersimulator“ bezwungen, ein Verletzter auf einer Gebirgstrage mittels „Schweizer Flaschenzug“  bergauf transportiert oder Fragen zum Naturschutz beantwortet werden.

Am Ende lagen die Kameraden Sebastian Kirchner und Heinrich Meusel aus Scheibe-Alsbach zusammen  mit ihrem „Joker" aus Gehlberg ganz vorne in der Wertung der Aktiven und Bergwacht-Anwärter.

In der „Ü 120“-Wertung sicherte sich ein Team aus der Rettungswache Neuhaus den 2. Platz.

 

Bergwacht-Alarm: Holzfäller unter Baum eingeklemmt - Freies Wort vom 04.05.2012

Bergwacht-Alarm: Holzfäller unter Baum eingeklemmt - Freies Wort vom 04.05.2012

Schnelle Hilfe in unwegsamen Gelände war dieser Tage von der Bergwacht Scheibe-Alsbach gefordert. Ein Holzwerber aus Katzhütte lag verletzt im Wald.

Scheibe-Alsbach/Katzhütte - Donnerstag, 16.41 Uhr, lösen die Funkmelder der Bergwacht Scheibe-Alsbach Alarm aus. Die erste Meldung lautete: Holzarbeiter unter Baum eingeklemmt und verletzt.

Wenige Minuten später rückten bereits die Kameraden der Bergwacht mit ihrem Geländefahrzeug aus. Der Einsatzort, so schildert Bereitschaftsleiter Konni Lutter, war aber nicht genau bekannt. Und so führte die Einsatzfahrt zunächst ans Forsthaus "Wulst", zwischen Neuhaus und Katzhütte gelegen. Der zwischenzeitlich angeforderte Rettungshubschrauber "Christoph 60" aus Suhl und ein Rettungswagen aus Neuhaus am Rennweg waren dort ebenfalls schon eingetroffen.

Zur Übergabe des verletzten Mannes aus Katzhütte vom Krankenwagen an den Rettungshubschrauber Christoph 60 musste erst ein geeigneter Landeplatz gefunden werden.Notarzt und Sanitäter wurden von einem weiteren Holzarbeiter in dessen Geländewagen zum Unglücksort gebracht. Danach lotste der Mann das Bergwacht-Fahrzeug ebenfalls zur Unfallstelle. Beim Eintreffen der Bergwacht hatten Notarzt und Rettungsassistenten das Opfer - ein 70-Jähriger aus Katzhütte - bereits unter dem Baum geborgen und medizinisch versorgt. "Die Bergwacht erhielt nun den Auftrag, den Verletzten auf einer Vakuummatratze zu lagern und mittels Gebirgstrage aus dem unwegsamen Gelände zum Fahrzeug zu bringen", so Lutter.

"So war es möglich, den Holzmacher möglichst schonend zu transportieren. Nach der Lagerung im Fahrzeug begann der Transport zum Hubschrauber." Da der Landeplatz nicht anzufahren war, wurde ein neuer gesucht. Genügend Platz fand man am Forsthaus "Lindig". Der Hubschrauber setzte um und der Patient wurde aus dem Fahrzeug in die Kabine gehoben. Dann ging es per Helikopter ins Klinikum Suhl.

Die Helfer sammelten ihre Ausrüstung wieder ein und begab sich dann zum Standort. Dieser war gegen 18.20 Uhr erreicht. Die Bergwacht möchte in diesem Zusammenhang noch einmal auf die Gefahren im Wald, insbesondere beim Holzfällen, hinweisen. "Es sollten immer Vorkehrungen getroffen werden, um solche Unfälle auszuschließen", mahnt Konni Lutter. anb

 

Reserviert nur für die Retter

Reserviert nur für die Retter

Gehlberg vor Oberhof. Und die Hiesigen? Weit abgeschlagen. Diese Rangordnung war dieser Tage auf dem Fellberg zu sehen - beim Riesenslalom der Thüringer Bergwachtbereitschaften.

Steinach - Als verlässliche Begleiter des Sportgeschehens auf den Südthüringer Skipisten sind die Bergwachtbereitschaften eine feste Größe. Als rot bejackte Pünktchen in den schneeweißen Hängen hat mancher Freizeit-Alpinist die Retter ohnehin stets im Augenwinkel, gewissermaßen als letzte Sicherheitsreserve für ein rasantes Hobby.

Auch Paul Lutter bekam von Florian Meusel eine Medaille. Der Elfjährige  aus Scheibe-Alsbach schaffte es beim Slalom den Wettkampfhang hinab in seiner Altersklasse auf den zweiten Platz. Foto: BeerAm vergangenen Wochenende nun hatten die Retter Thüringens größtes Skigebiet für sich alleine reserviert. Bei der mittlerweile bereits sechsten Auflage des Riesenslaloms der Thüringer Bergwachtbereitschaften gönnten sich die Ehrenamtlichen eine fröhliche Schussfahrt in eigener Sache. Rund 30 Starter aus acht Zusammenschlüssen ermittelten ihre Besten - auf dem Wettkampfhang des Silbersattels.

 

Bei Flutlicht den Berg hinab, das gönnte sich zum Beispiel die sieben Köpfe starke Abordnung aus Oberhof. Am Nachmittag hatten die Freiwilligen noch Schicht in ihrem heimischen Skigebiet geschoben, abends dann gab es geselliges Beisammensein unter Gleichgesinnten in Steinach. Gleichwohl: Der Ausflug ins "befreundete Ausland" vermochte auch bei Ralf Szegunis keine lokalpatriotisch festgefügten Grundsätze zu verrücken. "Die Pisten in Oberhof bleiben doch die Schönsten", zieht Szegunis den Direktvergleich und schmunzelt dabei. Der Bergwacht-Bereitschaftsleiter und die Seinen hatten freilich da schon einen anstrengenden Arbeitstag hinter sich. Gut ein halbes Dutzend Einsätze hatten die Helfer im Oberhofer Skiparadies gemanagt - zum Wohle gestrauchelter Sportler. "Schlüsselbein, Schulter, Schädel-Hirn - die Klassiker eben."

Ansonsten mag sich Szegunis nicht wirklich beschweren. Erste Hilfestellung tat bisher in dieser Saison noch nicht bei allzu vielen Verletzten Not. Mit dem Start in die Schulferienwinterwoche allerdings, so lehrt es die Erfahrung der Vergangenheit, wird wohl die Zahl der havarierter Pechvögel nach oben schnellen. Aber auch das gehört zur festen Begleiterscheinung des flotten Freiluftspaßes. "Skifahren, das ist halt doch ein wenig risikoreicher als Schnellschach", witzelt ein anderer Bergwachtler.

Die Disziplin auf den Pisten im allgemeinen? "Manchmal würde ich mir schon wünschen, dass die Leute die Verhaltensregeln sich wirklich einmal durchlesen", seufzt Szegunis. Öfter passiere es, dass die Retter einen Unfallort absichern, Verunglückte bergen - und trotzdem schere sich mancher Rabauke auf zwei Skiern daran nicht. "Wir versorgen jemanden am Hang", und es wird keine Rücksicht genommen. Oft genug habe er erlebt, dass die Leute auf Tuchfühlung an den Helfern vorbeisausen.

Schnell und wendig zu sein, diese Grundtugend gehört vor der Kulisse rappelvoller Skigebiete dann zum Dienst im Mittelgebirge. Und einen Eindruck ihres Könnens gaben die Bergwachtbereitschaften beim Turnier auf dem Brunnenstadt-Hausberg. In zwei Durchläufen ging es durchs Spalier der Stangen in Richtung Talstation. Und zum Abschluss wurden noch Zweier-Teams gebildet, die mit dem Rettungsschlitten bergab kurvten.

Zum Abschluss wurden noch Zweier-Teams gebildet, die mit dem Rettungsschlitten bergab kurvten. Foto: FritzscheDurchaus zufrieden mit seiner Zeit zeigte sich am Ende Mario Rienecker. Der Mann aus Mengersgereuth-Hämmern, zugehörig zur Neufanger Bereitschaft, benötigte eine Minute und drei Sekunden für den Parcours. Und nach dem Blick auf die Leuchttafel mit den Start-Ziel-Zeiten - dankenswerterweise sicherten die Mitglieder des SV 08 Steinach das Treiben professionell ab - galt Rieneckers nächster Weg der Bratwurst-Bude.

Dort hatte freilich Daniel Gramß seine liebe Not, das Gegrillte auf Betriebstemperatur zu bringen. Mehr als zehn Grad minus zeigte um 19 Uhr das Quecksilber. "Damit Senf und Ketchup nicht einfrieren, muss ich die Tuben mittlerweile schon hinten an den Rand vom Rost stellen", sagt der Enkel der Hüttenwirtin. In der Eiseskälte dieser Tage zu bestehen, das fordert - neben Wollmütze und dicken Socken - schon viel Idealismus. Immerhin: Für die Siegerehrung fand sich dann doch ein warmes Plätzchen in der Sportlerklause.

Wettkampfleiter Konni Lutter, der als Chef der Bergwachtbereitschaft Scheibe-Alsbach zusammen mit dem Landesverband für das flotte Vergnügen verantwortlich zeichnete, ließ sich von Steve Mischke per Motorschlitten zur Prämierung der Besten chauffieren. Und hinterdrein traf auch der Landesvorsitzende der Bergwacht-Bereitschaften Florian Meusel ein.

Als Geschäftsführer des Naturparks Thüringer Wald - zuletzt hatte Meusel bekanntlich als Bundespräsidenten-Beherberger aus Friedrichshöhe auf sich aufmerksam gemacht - würdigte er die Freiwilligen gerne. Ohne deren ehrenamtlichen Absicherungs-Service könnten die vielen Sportveranstaltungen im Wintersportland Thüringen wohl kaum so reibungsfrei über die Bühne gehen. Ob Schanzenspringen, Welt- oder Intercontinentalcups, ob Brotterode oder Oberhof, überall haben sich die im Deutschen Roten Kreuz organisierten Mittelgebirgs-Ersthelfer bestens bewährt.

Beim Riesenslalom in Steinach werde einmal mehr konstitutionelle Fitness und skifahrerisches Können unter Beweis gestellt. "Ohne das geht es gar nicht." Von daher wollte Meusel auch weniger die Gaudi eines solchen Stelldicheins am Steilhang, als vielmehr ihre Praxisnähe im Dienst am Nächsten in den Vordergrund gerückt sehen. "Die Ausbildung, die vielen Lehrgänge; das verlangt den Aktiven schon einiges ab." Den Anforderungen an ein Feuerwehrmitglied stehe die Mitgliedschaft in einer Bergwachtbereitschaft jedenfalls sicherlich kaum nach - eher im Gegenteil. Die rund 30 Aktiven werden sich über die warmen Worte des Lobes ihres Landeschefs zu später Stunde in der Skihütte des SV 08 Steinach gefreut haben. Und als handfeste Anerkennung gab es für die Besten noch Urkunden und Medaillen mit auf den Weg nach Hause.

Ergebnisse:

Beste Mannschaft

Platz 1 Gehlberg 1
Platz 2 Oberhof 1
Platz 3 Oberhof 2
Platz 7 BW Scheibe-Alsbach

Einzelergebnisse

Till Marko-Sölder (Bergwacht Steinbach, AK 6 bis 10);
Emely und Tony Machalett (Gehlberg, Sieger m. und w. in der AK 11 bis 14);
Janine Lämmer (Oberhof, AK 16 bis 30, w.);
Robert Wagner (Oberhof, AK 16 bis 30, m.);
Marc Hirschmann (Gehlberg, AK 31 bis 45 m.);
Birgit Höhlein (Gehlberg, AK 31 bis 45 w.);
Detlef und Christina Seifert (Masserberg, AK 45 bis 60).
Michael Junker (Oberhof, AK 61 plus).

Rasante Abfahrt von allen gemeistert - Freies Wort vom 16.02.2012

Rasante Abfahrt von allen gemeistert - Freies Wort vom 16.02.2012

Zum Rodelfest bei den „Strolchen“ aus der AWO-Kindertagesstätte „Haus der kleinen Strolche“ in Steinheid: Das schon zur Tradition gewordene „Nachtrodeln“ gab es letztes Wochenende bei den „Kleinen Strolchen“ in Steinheid. Die Erzieherinnen hatten alle Kinder, Eltern, Großeltern, Freunde und Verwandte dazu an den Limbacher Skilift eingeladen.

Obwohl der Skilift nicht mehr in Betrieb ist, konnten wir uns auf die Vorbereitung des Rodelnachmittags durch Siegbert und Ines verlassen. Zahlreiche Rodellustige hatten den Weg nach Limbach nicht gescheut. Die verschiedensten Schlittenarten kamen an den Start, und es war schon interessant, zu sehen, daß ein guter alter Holzschlitten doch immer noch ganz gut den Hang hinunter kommt. Der Rodelhang wurde mit Fackeln beleuchtet und mit zunehmender Dunkelheit ergab sich eine wunderschöne Kulisse, die Groß und Klein gleichermaßen faszinierte.

Fürs Bergauf der Kindergarten-Kinder war die Bergwacht zuständig. Foto: PrivatZwei Motorschlitten der Bergwacht Scheibe-Alsbach zogen unermüdlich die Kinder mit ihren Schlitten den Hang hinauf, der dann in rasanter Abfahrt von allen gemeistert wurde. Währenddessen hatte Siegbert ein Lagerfeuer entzündet, welches zum Aufwärmen dienen konnte. Glühwein, Grog und Tee sowie Bockwurst konnten in der Liftstation bei Ines erstanden werden. Viel zu schnell vergingen die zwei Stunden und es mussten lange Überzeugungsreden geführt werden, doch langsam nach Hause zu gehen, denn unseren Kindern war es niemals zu kalt und müde waren sie schon gar nicht. Bedanken möchten wir uns an dieser Stelle bei der Bergwacht Scheibe-Alsbach für die Bereitstellung der Motorschlitten und bei Siegbert und Ines für die Organisation und Durchführung und Versorgung unserer Rodelgäste.

Ingelinde Leib, Steinheid

Liftrettung

Liftrettung

Nach der Ausbildung des Kameraden Christian Siegel im ZSA Bad Tölz, haben wir begonnen die Rettung vom Sessellift in Steinach zu schulen. Dies ist eine besondere Herausforderung, da alle Gondeln innerhalb von 2 Stunden evakuiert sein müssen.

Dies zu schaffen ist nur möglich, wenn das Team der Skiarena, unsere Bergwacht-Bereitschaft und zusätzlich andere Bereitschaften der Thüringer Bergwacht eng zusammenarbeiten. 
So trainierten unsere Kameraden mit dem Team der Skiarena vor einiger Zeit. Eine Woche später wurde dann eine Übung in Zusammenarbeit mit der Freiwilligen Feuerwehr Steinach durchgeführt. Die Feuerwehr hatte zwei Aufgaben zu erledigen. Da es dunkel wurde, musste der Lift ausgeleuchtet werden, um eine Rettung durchführen zu können. Eine zweite Gruppe war mit der Suche nach einer vermissten Person mit Hilfe der Wärmebildkamera beschäftigt.
Dies gestaltet sich schwieriger als gedacht, aber die Person wurde nach kurzer Zeit gefunden.
Die Mitarbeiter der Skiarena und unsere Kameraden waren mit der Rettung vom Lift beschäftigt. Als gemischtes Team musste die Arbeit Hand in Hand erfolgen, um eine schnelle Rettung zu ermöglichen.
Hierbei sind die folgenden Bilder entstanden.

(Bilder folgen...)

Die dritte Ausbildung erfolgte wieder bei Tageslicht. Hierzu fanden sich Kameraden aus Scheibe-Alsbach, Lauscha und Zella-Mehlis und das Rettungsteam der Skiarena am Lift zusammen. Den ganzen Tag trainierten die Kameraden unter Anleitung von Christian die Rettung. Aus Lauscha kam der zweite Ausbilder. Lutz übernahm die Einweisung der neuen Kameraden und bis zur Heimfahrt waren auch sie in der Lage, die Rettung durchzuführen.

Frohe Weihnacht und einen guten Rutsch ins Jahr 2012

Werte Besucher, Freunde, Unterstützer und Mitglieder der Bergwacht Scheibe-Alsbach

 Wir wünschen allen eine Frohe Weihnacht und einen guten Rutsch ins Jahr 2012

Drahtseilakt der Retter - Freies Wort vom 28.11.2011

Drahtseilakt der Retter - Freies Wort vom 28.11.2011

Eine Rettung aus dem Sessellift, dieses Szenario probten am Freitag in einer gemeinsamen Übung Steinachs Feuerwehr und Scheibe-Alsbachs Bergwacht in der Skiarena.

Steinach - Stromausfall in der Skiarena, nichts geht mehr am Silbersattel. Ein technischer Defekt lieferte am Freitagabend den theoretischen Ausgangspunkt einer gemeinsamen Ernstfall-Übung von Brunnenstadt-Feuerwehr und Scheibe-Alsbacher Bergwacht. Die Herausforderung lautete dabei, die Mitarbeiter der Skiarena bei der Bergung von im Sessellift festsitzenden Skifahrern zu unterstützen. Rund hundert Meter oberhalb der Mittelstation - in einer Höhe von rund sechs Metern - mimte dabei Heike Nöll die ausgebremste Spaßpark-Besucherin.

Und ein Helfer mochte sich die Bemerkung nicht verkneifen, die geschäftsführende Sekretärin der Skiarena habe womöglich selbst einen kleinen Blackout gehabt, als sie sich zu dem Wagnis bereit erklärte. Eigentlich hatte die 47-Jährige sich noch schnell einen wärmenden Kaffee mitnehmen wollen auf die Reise nach oben. Doch kaum, dass sie genickt hatte, wurde Nöll auch schon in den Lift geschoben. Ihre Tasse, sie blieb leer - gewissermaßen als symbolische Mahnung an Skiarena-Geschäftsführer Gerhard Müller, ihr den versprochenen Gratis-Glühwein im Nachgang des luftigen Abenteuers auch bitteschön wirklich einzulösen. Pünktlich um 16.30 Uhr folgte die Alarmierung. Mit vier Wagen und 20 Mann Besatzung rückte Steinachs Feuerwehr aus. Zeitgleich brauste ein halbes Dutzend Bergwacht-Kameraden aus Scheibe-Alsbach heran. Einsatzleiter Peter Wangemann und Bergwacht-Chef Konni Lutter ließen sich über die Havarie informieren, teilten die Retter in ihre Aufgaben ein. Das besondere dabei: Weil ein Unglück ja selten allein kommt, sollte gleichzeitig noch nach einem vermissten Skifahrer gesucht werden.

Heike Nöll konnte dann aus gehobener Position heraus das Treiben am Boden beobachten. Derweil das Opfer bei fünf Grad minus auf seinem Freisitz bibberte, erklomm Axel Kirchner den Stahlträger des Lifts, hakte sein Sicherheitsgeschirr ein und ließ sich am Stahlseil zu Nöll gleiten. Unten sicherten derweil gemeinsam mit Liftwart Helmut Matthäi die Feuerwehrleute Andreas Leipold-Büttner und Thomas Scheler das langsame Vorwärts. Kein leichtes Unterfangen. Im losen Geröll war kaum ein Halt zu finden. Reifglätte verschärfte noch den Kraftaufwand. Kirchner hatte schließlich das Opfer erreicht - doch es bedurfte schon einiger Überwindung, bis dieses sich tatsächlich abseilen ließ.

"Denk' einfach, du bist jetzt aufm Kirchweih-Karussell", empfahl zielsicher Übungsbeobachter Holger Jacob. Und auch Gerhard Müller lockte: "Hier unten warten 20 Mann auf Dich!" Ob die Witzeleien Motivation waren oder nicht - mit viel Hallo wurde die Steinacherin schließlich geborgen. Eine wärmende Decke wurde ihr gereicht - und den Glühwein mit Schuss gab es selbstverständlich obendrauf. Eine dreiviertel Stunde hatte Nöll ausharren müssen. Und insgesamt eine Stunde nach der Alarmierung - als auch das vermisste Opfer im Wald geborgen war - konnte die Übung beendet werden. Für ihre kalte Sonderschicht gab es abschließend viel Lob für die Beteiligten. Bis auf Kleinigkeiten sei er sehr zufrieden mit dem Verlauf, erklärte Steinachs Wehrchef Holger Jacob. Auch von Müller gab es Dank. Und als ordentlicher Gastgeber spendierte er zum Ausklang des nächtlichen Drahtseilaktes auf dem Fellberg jedem Retter eine Schüssel Chili und einen Pott heißen Kaffee. anb

Schaulustige sind erwünscht - Freies Wort vom 14.09.2011

Schaulustige sind erwünscht - Freies Wort vom 14.09.2011

Viel Abwechslung verheißt am Samstag der "Tag der offenen Tür" des DRK Sonneberg in der Friedrich-Ludwig-Jahn Straße. Höhepunkt wird eine große Schau-Übung sein.

Von Carmen Fiedler

Sonneberg - Es ist Samstag, 17. September, 16 Uhr: Am Wohnblock der Friedrich-Ludwig-Jahn Straße 14 a bessern gerade Arbeiter einer Fachfirma die Außenfassade des Gebäudes aus. Zu diesem Zweck hat man ein Baugerüst bis auf Höhe des zweiten Obergeschosses hochgezogen. Doch bei der Befestigung des Gerüstes wurde geschludert - um 16 Uhr stürzt das Gerüst mit Karacho ein und begräbt ein Auto unter sich. In dem Pkw sind zwei Personen eingeklemmt. Von den Bauarbeitern, die sich auf dem Gerüst befanden, werden drei unter den Stahl-Stangen begraben. Ein Vierter liegt schwer verletzt auf der Weise.

Und, als ob das alles nicht reicht, kippen in dem Auto hochentzündliche Flüssigkeiten um, so dass es zu einer Rauchentwicklung kommt. Menschen unter Schock, Gaffer, die das Unglück aus nächster Nähe beobachten wollen - was sich wie die Beschreibung einer Tragödie liest, ist in Wirklichkeit das Drehbuch einer Einsatzübung des Deutschen Roten Kreuzes am kommenden Samstag. Teilnehmen werden an ihr Feuerwehr-Leute, Polizei, Bergwacht und Rettungsdienst. Ein fiktiver Unfall, bei dem Schaulustige übrigens ausnahmsweise einmal nicht stören, sondern sogar erwünscht sind.

Das Unfall-Szenario, es umreißt zugleich den Höhepunkt des Programmgeschehens, wenn am Samstag der Sonneberger DRK-Kreisverband zum "Tag der Offenen Tür" bittet. Ab 13 Uhr haben Interessierte dann Gelegenheit einen Einblick in den Alltag der Lebensretter zu gewinnen. Andy Söllner, Kreisbereitschaftsleiter und Leiter für den Katastrophenschutz des DRK, sagt dazu: "Die Einsatzübung dient primär dazu, die Zusammenarbeit der Hilfsorganisationen zu trainieren. Dabei dürfen, da es eine Übung ist, natürlich auch Fehler passieren." Fehler seien sogar wichtig, denn nur so kann man sich verbessern. "Ein Einsatz-Szenario mit sieben Verletzten ist schließlich und Gott sei Dank nicht alltäglich." Solche Großübungen werden ein- bis zweimal im Jahr durchgeführt. "Das ist vor allem eine finanzielle Frage", so Söllner. Denn auch wenn alle Beteiligten ehrenamtlich arbeiten, kosten die Technik und die Vorbereitung doch einiges. Aber: "Nur die Übung macht den Meister", betont Söllner, der für die Organisation des Tags der Offenen Tür verantwortlich ist.

Die groß angelegte Einsatzübung ist sicherlich das augenfälligste Spektakel im Programm, aber die Mitarbeiter des DRK haben noch vieles mehr für die Besucher vorbereitet. Da kann man sich beispielsweise per Fahrzeug- und Geräteschau die Rettungsfahrzeuge des DRK genau anschauen und das Innenleben erkunden. Mitarbeiter beantworten Fragen zu den Fahrzeugen und stehen mit Rat und Tat zur Seite. Das DRK ist "spezialisiert auf Ereignisse, die das Regelgeschäft übersteigen, zum Beispiel wenn ein Reisebus umfällt", sagt Söllner.

So stehen dem DRK nicht nur einfache Rettungswagen zur Verfügung, sondern auch große Laster, Rettungszelte und Rettungsfahrzeuge für bis zu vier Verletzte - alle Fahrzeuge und Ausrüstungen können vor Ort in der Friedrich-Ludwig-Jahn-Straße besichtigt werden. Die Bergwacht ist mit großer Kletterwand vor Ort und zeigt Schauvorführungen. Wer möchte, kann die Gelegenheit nutzen und selbst einmal klettern.

Erste Hilfe trainieren 

Will man sich als Lebensretter ausprobieren, hat man Gelegenheit, Wiederbelebung und Erste Hilfe zu trainieren. Dazu gehören Übungen, wie man einen Verband richtig anlegt oder wie eine Herz-Lungen-Wiederbelebung ausgeführt wird.

Selbstverständlich bietet sich dem Besucher auch die Möglichkeit, wirklich Leben zu retten: mit einer Blutspende. Und natürlich stehen für die potenziellen Lebensretter und Besucher auch Speisen und Getränke bereit. Beim Deutschen Roten Kreuz arbeiten "durchweg ehrenamtliche Helfer", sagt Andy Söllner.

Das Prinzip ist ähnlich wie bei der Freiwilligen Feuerwehr. Sanitäter des DRK beispielsweise absolvieren ihre Ausbildung nebenbei in Wochenendseminaren und helfen in ihrer Freizeit ehrenamtlich, Leben zu retten. Selbst die Ärzte arbeiten unbezahlt bei Übungen und Rettungseinsätzen. Mit dem Tag der Offenen Tür möchte das Deutsche Rote Kreuz in Sonneberg auch darauf aufmerksam machen - ohne die vielen freiwilligen Helfer, die keinen Lohn zu erwarten haben und dennoch ehrenamtlich Hilfe leisten, würde mancher Unfall noch schlimmer ausgehen. Denn oft kommt es auf den schnellen und möglichst reibungslosen Einsatz an. Wie so ein Einsatz aussieht, ist samstags zu erleben, wenn viele Helfer viel leisten. Schließlich lautet der Leitspruch des DRK "Aus Liebe zum Menschen".


Wenn Sie Lust bekommen haben, oder mehr über die Bergwachtarbeit erfahren wollen, dann besuchen Sie uns in Sonneberg. Zu finden sind wir in der Nähe der Kletterwand.

Thüringer Bergretter zur Ausbildung im Zentrum für Sicherheit und Ausbildung in Bad Tölz

Thüringer Bergretter zur Ausbildung im Zentrum für Sicherheit und Ausbildung in Bad Tölz

27 Bergretter aus den Bergwachtbereitschaften Ruhla, Tambach-Dietharz, Floh, Oberhof, Zella-Mehlis, Gehlberg, Ilmenau, Meuselbach, Lauscha und Scheibe-Alsbach absolvierten vom 18. bis 19. Juni ihre erste Ausbildung im Zentrum für Sicherheit und Ausbildung in Bad Tölz.

Auf dem Plan standen die Ausbildung in der Seilbahnevakuierung und die Grundausbildung in der Luftrettung.

Unter der Anleitung von drei Thüringer Bergwacht-Ausbildern trainierten die aktiven Einsatzkräfte in einer Simulationsanlage die Rettung von Personen bei Stillstand von Sesselliften. Diese Spezialausbildung ist erforderlich, da auch in Thüringen Sessellifte im Einsatz sind. Hier müssen für die Rettung von festsitzenden Personen in Seilbahnsesseln in der Skiarena Silbersattel in Steinach, am Fallbachlift und den Schanzen im Kanzlersgrund in Oberhof besondere Kenntnisse vorhanden sein.

Während der Ausbildung trainierten die Teilnehmer auch die Abläufe beim Einsatz mit dem Rettungshubschrauber. Dazu gehörten vor allem Grundlagen wie die einzelnen Hubschraubertypen, die Vorbereitung der Landeplätze sowie die Einweisung der Maschinen. Neben dem Ein- und Ausstieg am Hubschrauber trainierten die Teilnehmer die verschiedenen Szenarien im Einsatz mit dem Hubschrauber und der Winde.

Die so geschulten Einsatzkräfte können in Zukunft die Luftretterteams der Bergwacht Oberhof, der Berufsfeuerwehr Erfurt und der Polizeihubschrauberstaffel besser bei ihren Einsätzen im unwegsamen Gelände unterstützen. 

Das Zentrum für Sicherheit und Ausbildung der Bergwacht Bayern ist eine weltweit einmalige Simulationsanlage, in der in einer Halle alle Abläufe der Luft- und Seilbahnrettung unter nahezu realistischen Bedingungen trainiert werden können.

Informationen und Bilder zum Zentrum für Sicherheit und Ausbildung sind hier zu finden.

Meusel neuer Chef der Bergwacht

Meusel neuer Chef der Bergwacht

Oberhof - Florian Meusel ist neuer Chef der Thüringer Bergwacht. Die Landesversammlung des Deutschen Roten Kreuzes wählte den 51-Jährigen am Samstag in Oberhof als Landesvorsitzenden, wie das DRK am Sonntag mitteilte.

Meusel, hauptberuflich als Geschäftsführer des Vereins Naturpark Thüringer Wald tätig, steht zukünftig 600 ehrenamtlichen Bergrettern vor. Diese betreuen die Region Thüringer Wald entlang des Rennsteiges vom  Wartburgkreis bis zum Landkreis Saalfeld-Rudolstadt und die Rhön sowie den Thüringer Teil des Südharzes.

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