Praktische Ausbildung für den Bergwacht-Nachwuchs
Zu einer praktischen Ausbildung fanden sich die jungen Kameraden der Bergwacht-Bereitschaft Scheibe-Alsbach in der Skiarena Silbersattel Steinach zusammen. Dabei stand das Skitraining und das Retten Verletzter mit dem Akia im Vordergrund.
Zunächst wurde eine Ausbildung durch Skilehrer der Ski- und Snowboardschule "Am Silbersattel" durchgeführt. Es wurde den jungen Kameraden das sichere Fahren beigebracht. Im Anschluss begann das fahren mit einem zunächst leeren Akia. Nach einigen leeren Fahrten wurden abwechselnd Kameraden in den Akia gepackt, um ihnen einmal das Gefühl zu vermitteln, wie es im Akia ist und wie sich die Verletzten fühlen.
Als sich die Kameraden sicher mit dem Akia bewegen konnten, wurde eine kleine Übung durchgeführt. Unter den Augen der Skiarena-Gäste stürzte eine Skiläuferin. Sofort wurde sie von anderen Fahrern betreut (es wusste keiner, dass es nur Übung ist) und die Kameraden wurden auf den Unfall aufmerksam gemacht. Sofort begab sich die Gruppe zum Unfallort und übernahm die Versorgung. Mittels Schaufeltrage wurde die "Verletzte" auf eine Vakuum-Matratze gelagert und in den Akia verbracht. Mit dem Akia fand dann der Transport ins Tal statt.
Der Dank der Bergwacht geht an das Team der Skiarena "Silbersattel" und das Team der Ski- und Snowboardschule "Am Silbersattel" für die hervorragende Unterstützung .
Gemeinsame Arbeit zum Wohl der Sportler
Zum wiederholten Male trafen sich die Kameraden unserer Bereitschaft mit den Kameraden der Bergwacht Lauscha, Ziel war die Absicherung der Down-Hill-Veranstaltung an der Marktiegelschanze.
Diese Veranstaltung verspricht jährlich alle Hände voll Arbeit für die Einsatzkräfte, auf Grund der hohen Teilnehmerzahl und der zu erwartenden hohen Anzahl an Verletzten, arbeiten die Kameraden der beiden Bereitschaften bei dieser Veranstaltung zusammen, wobei ca. 20 Kräfte mit mehreren Fahrzeugen im Einsatz sind.
Beginn ist am Freitag mit Training, dann kommen Samstag und Sonntag die Wettkämpfe.
Die Teilnehmer fahren dabei auf festen Strecken mit zahlreichen Hindernissen (Sprünge, Abhänge usw.) quer durch den Wald.
Unsere Kräfte sind über die ganze Strecke verteilt. Bei Verletzungen nehmen die Kameraden vor Ort die erste Versorgung vor. Eine Bereitschaftsgruppe nimmt dann die Rettung der Verletzten Personen vor, mittels Schaufeltrage und Gebirgstrage werden die Verunfallten zum Einsatzfahrzeug gebracht. Auf Grund der Hanglage und des Waldes, ist die Rettung aus dem Gelände eine Aufgabe, die nur die Bergwacht, erfüllen kann. Dabei wird eng mit den Rennärzten zusammengearbeitet.
Mit dem Einsatzfahrzeug wird der Transport zum Übergabeplatz an Start und Ziel durchgeführt, wo bereits die Sanitäter und Assistenten des straßengebundenen Rettungsdienstes warten und die Patienten übernehmen.
In diesem Jahr mussten durch uns 11 Verletzte von der Rennstrecke gerettet werden. Davon wurden 9 an den Rettungsdienst übergeben. Die Verletzungen reichten von Knieverletzung, über Schulterluxation bis zu Frakturen.
Wieder einmal zeigten die Kameraden aus Lauscha und Scheibe-Alsbach, wie Zusammenarbeit zwischen Bereitschaften aussehen sollte und arbeiteten Hand in Hand, gemeinsam zum Wohl der Verletzten .
Gemeinsamer Großeinsatz für Bergwacht- und Sanitätsbereitschaften
Die Bereitschaften des Sonneberger Kreisverbandes des DRK sicherten gemeinsam die 11. East-Enduro-Challenge ab. Es waren fast 40 Einsatzkräfte mit mehreren Fahrzeugen zur Absicherung vor Ort um die zahlreich angetretenen Fahrer gegebenen falls zu versorgen.
Um eine schnelle Versorgung auch im Zielbereich zu gewährleisten, errichteten mehrere Kameraden des Kreisverbandes ein Sanitätszelt zur ersten Hilfe, das einen regen Zuspruch bei den Fahrern fand.
Da sich aber nicht alles durch die Einsatzkräfte des DRK absichern lässt, sind wir froh dass wir bei dieser Veranstaltung mit den Freiwilligen Feuerwehren der Region so eng zusammen arbeiten können, dass es zu keinen Problemen bei der Versorgung bzw. bei der Verkehrsregelung kommt.
Mit dieser gut funktionierenden Rettungskette mussten in diesem Jahr keinerlei größere Verletzungen bei den Fahrern versorgt werden, was für diese Veranstaltung sehr lobenswert
ist.
Das lag zum größten Teil an den Wetterbedingungen, aber auch am Respekt der Fahrer vor der doch recht anspruchsvollen Strecke die unter anderem auch mit Sonderprüfungen gespickt war, die sich über die gesamte Strecke verteilten und das ganze Können der Fahrer forderten.
Des Weiteren liegt eine hervorragende Zusammenarbeit der Kameraden des DRK-Kreisverbandes und der Mitglieder des MC Isolator Neuhaus-Schierschnitz vor, die auf dem gegenseitigen Respekt über die ausgeführten Tätigkeiten beruht.
Den verantwortungsvollsten Job hat bei diesen Veranstaltungen der Einsatzleiter des DRK, der mit Kameraden K. Lutter von unserer Bereitschaft gestellt wurde. Er war für die Rettung auf allen Streckenabschnitten zuständig, sicherte mit mehreren Kräften den Start/Ziel Bereich und eine Sonderprüfung ab, wobei auch ein Großteil der Strecke mit betreut wurde.
Wir wünschen uns für die nächsten Jahre weiterhin so eine gute Zusammenarbeit mit allen Vereinen die an dieser Veranstaltung teilnehmen und dem MC Isolator Neuhaus-Schierschnitz ein gutes Gelingen für den nächsten Termin sowie optimale Wetterbedingungen.
30 Jahre Bergwacht - Schlimme Krisen, turbulente Zeiten, schwieriges Umfeld
SCHEIBE-ALSBACH - Die Gäste lachen, Scheibe-Alsbachs Bergwacht-Chef schmunzelt - der kleine Paul hat soeben das Zelt betreten, lauthals nach seinem Papa geplärrt, um sich hernach wohlig von Konni Lutter auf den Arm heben zu lassen. Manchmal kommt die "Hilfe" eben prompt. Für dreijährige Bergwichtel sowieso.
Konni Lutter absolvierte gerade den Gratulationsparcours, als der Sohn sein Recht forderte. Allzu oft, das hatte Lutter gerade noch deutlich gemacht, spielt das Familienleben nur die zweite Geige, "wenn jedes zweite Wochenende Übungen oder Einsätze anstehen, wenn Veranstaltungen von Sportvereinen abgesichert werden müssen, oder in der Steinacher Skiarena Dienst geschoben wird." Alles ehrenamtlich. "Der größte Dank geht an unsere Angehörige. Sie sind die, die uns viele Stunden im Jahr entbehren, die viele Dinge selbst machen müssen, da wir irgendwo im Regen, Schnee oder Sonne, in Steinbrüchen, Sportstadien oder Wäldern unterwegs sind um anderen Menschen zu helfen." Ihr 30. Jubiläum feierten die Retter in ihrem Domizil in Scheibe-Alsbach. Bier und Bratwurst statt Festakt mit Streichorchester, einen Tusch hätten sich die Aktiven sicherlich verdient. Dreier Jahrzehnte Engagement wurde gedacht. "Auf Bitte des DRK Neuhaus fanden sich 1974 insgesamt 25 Kameraden aus den Reihen des Ortsverbandes zusammen und bildeten eine Gruppe des Bergunfalldienstes." Peter Lattermann, Peter Meißner, Albert und Max Siegel gehörten zu den Ersten. Unterstützung gab die Gemeinde in Form von Ausrüstung. Lutter erinnerte an die Anfänge, Ausbildung in medizinischer Versorgung, Winterrettung und die Gründe der Gründung, die damals in der Zunahme des Fremdenverkehrs und der Vielzahl von Sportveranstaltungen des Wintersportvereins, dem Rennsteiglauf oder des militärischen Mehrkampfs (GST-Lager) lagen. Das Dienstgebiet beschränkte sich damals noch auf Scheibe-Alsbach und Umgebung. Die Ausrüstung stellte das DRK, um die Beschaffung musste sich niemand kümmern. Das änderte sich 1989. Auf Landesebene wurde mit dem Umbau der ehemaligen Bergunfalldienstgruppen der Bezirke Suhl und Erfurt zur Bergwacht Thüringen begonnen. Es entfiel der kostenlose und zentrale Zugriff auf Material. "Es tauchten erstmals Begriffe wie Sponsor und Förderer auf. Wie schon zu DDR-Zeiten halfen jetzt auch wieder Handwerker und Gewerbetreibende des Ortes." Dank galt Dieter Jakob: "Er unterstützte uns bei unserem ersten Fahrzeug. Ein ausgemusterter Krankenwagen aus Neuhaus." Dieser wurde umlackiert. Man war mobil.
"Taschen vollgemacht"
Mit der Auflösung des DRK-Kreisverbandes Neuhaus kam der Wechsel nach Sonneberg. Das Dienstgebiet vergrößerte sich, die Kameradschaft aus Steinheid löste sich auf: "Heute umschließt das Einsatzgebiet mehr als 15 Orte, von Katzhütte bis Schalkau, von Friedrichshöhe bis Steinach. Wir unterstützen die Polizei bei der Suche nach Vermissten, betreuen Skigebiete, helfen Sportvereinen aus Scheibe-Alsbach, Steinheid, Rauenstein und Steinach bei ihren Veranstaltungen im Sommer und Winter." Seit drei Jahren sind die Kameraden jedes Winterwochenende eine feste Größe in der Skiarena Silbersattel. Eine komplette statistische Übersicht über die vielen Stunden legte er für die vergangenen zehn Jahre vor: 51 000 sind es - ohne Entschädigung. "Es wurden in dieser Zeit fast 1000 Patienten versorgt. 110 davon wurden in Krankenhäuser eingeliefert. Diese Zahlen zeigen deutlich, welchen Nutzen diese ehrenamtliche Arbeit für den Landkreis und jeden einzelnen Ort hat."
Ein "Wermutstropfen" sei die Unterstützung: "Wir sind leider keine Pflichtaufgabe der Kommunen und kein hauptamtlicher Rettungsdienst und so sparsam fällt auch die Unterstützung aus. Darüber sollte mancher Politiker und Verantwortlicher einmal nachdenken." Bettelbriefe an die Ortschefs, auch darüber berichtete Freies Wort schon, wurden meist nur mit warmen Worten beantwortet. Mehr Zuwendung gab es selten.
Auch an die größte Krise der Retter in Scheibe-Alsbach erinnerte Lutter mit galligen Worten: Die Pleite des Kreisverbandes: "Die Hauptamtlichen hatten so gut gewirtschaftet, dass der Kreisverband Konkurs ging. Jeder wollte ein Stück haben. Unsere Kreisgeschäftsführerin machte sich mit der Sozialstation selbständig. Das Krankenhaus holte Rettungsdienst, Altenheim und Kindergärten. Nur die Ehrenamtlichen blieben auf der Strecke. Wer will die schon haben, kosten ja nur Geld." Erwin Götz, der mittlerweile als Vorsitzende dem später neu gegründeten DRK Sonneberger Kreisverband vorsteht, kam auch in seinem Grußwort zu einer ähnlichen Sicht auf die Vorgänge aus dem Jahr 1998, als der Insolvenzverwalter sogar die Sanitätstaschen der Ehrenamtlichen wegsperrte, als die von den Einsatzkräften in vielen Stunden freiwilliger Arbeit errichtete Schutzhütte plötzlich in die Insolvenzmasse einbezogen wurde, und später an die Gemeinde Scheibe-Alsbach verkauft wurde. "Im Mai 2001 gab es dann das Angebot der Gemeinde, die Hütte, die wir mit eigenen Händen erbaut haben, für 15 000 Mark zu kaufen. Das ist uns wahrlich nicht leicht gefallen, aber wir haben es gemeinsam geschafft." Umso erfreulicher sei es, dass nach den schlimmen Jahren man mittlerweile in Scheibe-Alsbach so gut aufgestellt ist, lobte Götz: "Als festes und verlässliches Mitglied im DRK Sonneberger Kreisverband."
Günter Senf, der stellvertretende Vorsitzende der DRK- Bergwacht Thüringen, schob nach, wem die einstige Existenzkrise zu verdanken war: "Einigen, die sich Kameraden genannt haben, sich in Wahrheit aber selbst die Taschen vollgemacht haben."
Landrat Sesselmann sprach den Aktiven im Namen des Landkreises zunächst den Dank für das Geleistete aus. Die Schwierigkeiten bei der Finanzierung, so machte er deutlich, sind bekannt: Bei Sitzungen des Rettungsdienstzweckverbandes steht die Bergwacht immer auf der Tagesordnung. Für die Zukunft hoffte er auf Erfolge beim Werben um Nachwuchs, in der anstrengenden Aufgabe "Jugendliche zu finden, die diese ehrenamtliche Funktion aufrecht erhalten und sich mit Begeisterung dieser schönen Aufgabe stellen."
Dass die Arbeit anerkannt wird, kam in den Glückwunschadressen der vielen Gäste zum Ausdruck: Florian Meusel, Geschäftsführer des Naturparks Thüringer Wald, erklärte die Bergwacht für unverzichtbar in Sachen "touristischer Events, Sport und Wintertourismus". Gerhard Müller, Geschäftsführer der Steinacher Skiarena, erklärte sich "zum größten Nutzer" der Bergwacht - und dankte mit einem kleinen Veilchen, in dem eine dicke Zuwendung steckte. Elisabeth Pauli, Chefin in der Limbacher Touristinformation, machte deutlich, wie wichtig die Wacht für den reibungslosen Ablauf am Lift und in der Loipe ist.
Dem Lob für die Aktiven folgte das gesellige Beisammensein. Eine kleine Feier im Festzelt, zwar ohne Streichorchester, aber mit Freunden und Familie, und dem Wissen, was in 30 bewegten Jahren stabiler Kameradschaft geleistet wurde. ANDREAS BEER
Ausbildung der Kameraden wird großgeschrieben
Eine anstrengende Wintersaison ist für die Kameraden der Bergwacht Scheibe-Alsbach zu Ende. Viele denken, dass nun nicht mehr viel zu tun ist. Aber weit gefehlt. Jetzt fangen die vielen Ausbildungsstunden für die Kameraden an. So hat am 3.4. die Ausbildung für die neuen Kameraden und die Weiterbildung der bereits aktiven Kameraden im Sanitätsbereich begonnen.An 4 Wochenenden werden 28 Kameraden die ganze Ausbildung neu durchlaufen, um für ihre Einsätze gerüstet zu sein.
Wer Interesse an einer Mitarbeit in der Bergwacht-Bereitschaft Scheibe-Alsbach hat, meldet sich bitte unter der Telefonnummer 01718275406.
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Neues Blutspendeteam hat Bewährungsprobe bestanden
Aus gesundheitlichen Gründen löste sich das bisherige Blutspendeteam in Steinheid auf. Die Kameradinnen und Kameraden um Kurt Nitschke hatten bis dahin eine sehr gute Arbeit geleistet und einen festen Spenderstamm aufgebaut. Nun galt es, diese Tradition fortzusetzen.
Diese Aufgabe wurde durch den DRK Sonneberger Kreisverband e.V. der Leitung der Bergwacht-Bereitschaft Scheibe-Alsbach übertragen.
Für diese bestand das Problem, dass das bisher bestehende Team um Kameraden Harald Greiner-Pol (zuständig für Neuhaus und Scheibe-Alsbach) den zusätzlichen Ort nicht mehr übernehmen konnte. Deshalb mussten neue Kameradinnen und Kameraden gesucht werden. Schnell erklärten sich 5 Steinheider und Scheibe-Alsbacher Frauen und ein Kamerad der Bergwacht bereit, diese Aufgabe zu übernehmen und es wurde ein zweites Team ins Leben gerufen.
So fand vor wenigen Tagen die erste Blutspende in Steinheid mit dem neuen Team statt.
Mit leichter Unterstützung durch das erfahrene Team, wurde die Versorgung der Spender organisiert. Es wurde wie gewohnt ein Imbiss mit belegten Brötchen und Kaffee angeboten.
Eine kleine Änderung gab es beim Spenderpräsent. Bisher hatte man für jede Spende ein Präsent ausgegeben.
In Scheibe-Alsbach und Neuhaus wurde seit längerer Zeit ein Bonussystem eingeführt. Dabei haben die Spender die Möglichkeit Punkte aus mehreren Spenden zu sammeln und sich dann ein hochwertigeres Präsent auszusuchen. Dies wurde auch den Steinheider Spendern angeboten und fand Zuspruch. Ein zusätzlicher Pluspunkt ist, dass die Spender nun unter den Spendenterminen der Orte Steinheid, Scheibe-Alsbach und Neuhaus wählen können, sollte die Teilname an einer Spende einmal nicht möglich sein. Die Punkte sind für alle drei Orte gültig und werden auch dort weitergeführt.
Bei ihrer ersten Blutspende hatten die Kameradinnen und Kameraden 38 Spender zu versorgen. Dies ist ein gutes Ergebnis und es wäre schön, wenn sich dies bei den weiter Spenden noch verbessern lies.
Gesucht werden für das Team noch weitere freiwillige Helfer. Anmeldung bitte bei der Bergwacht Scheibe-Alsbach unter der Nummer 01718275406.
Zum Abschluß nochmals ein Dankeschön an das Team um Kurt Nitschke für die jahrelange sehr gute Arbeit
Ein weiteres Ziel durch die Bergwacht-Bereitschaft Scheibe-Alsbach erreicht
Über viele Jahre konnte die Bergwacht-Bereitschaft Scheibe-Alsbach keine Ausbildung für die Bevölkerung mehr anbieten. Nach einem missglückten Versuch (4 Teilnehmer) im letzten Jahr, wurde vor einigen Tagen ein nochmaliger Versuch durchgeführt. Dieser zweite Versuch wurde ein voller Erfolg. 16 Teilnehmer erlernten die Grundkenntnisse in erster Hilfe am Unfallort. Somit finden jetzt wieder regelmäßig Lehrgänge „Lebensrettende Sofortmaßnahmen“ statt. Der nächste Lehrgang ist für den 23 und 24 September 2004 in der Bergwacht Schutzhütte in Scheibe-Alsbach geplant. Die Anmeldung ist bei der Bergwacht Scheibe-Alsbach unter Telefon 01718275406 oder im DRK Sonneberger Kreisverband unter 03675 753330 möglich.
Bei Bedarf können auch weitere Lehrgänge eingeschoben werden, deshalb bitten wir um rechtzeitige Anmeldung.
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Dünne Resonanz in Gemeinden nach Bitte um Zuschuss
VON ANDREAS BEER
Ist die Bergwacht das fünfte Rad am Wagen? Der Chef der Retter-Truppe in Scheibe-Alsbach ist sauer, weil die Kommunen sich zieren, Geld für die Unterstützung der Aufgaben bereitzustellen.
SCHEIBE-ALSBACH/STEINACH/GOLDISTHAL – „Seit vielen Jahren arbeiten die Kameraden der Bergwacht ehrenamtlich, um Menschen in Not zu helfen. Hierzu benötigen sie Fahrzeuge, Motorschlitten, und anderes an Ausrüstung. Die Kosten müssen die Bereitschaften größtenteils selber tragen. Einiges kann der Kreisverband des Deutschen Roten Kreuzes beitragen, manchmal gibt es Zuschüsse für Ausrüstung durch den Landesausschuss Bergwacht oder direkt von Ministerien“, so Konni Lutter. Der Leiter der Bergwacht in Scheibe-Alsbach hat mit seinen 15 Kameraden ein Dienstgebiet zu betreuen, das von Goldisthal und Siegmundsburg, Katzhütte, Friedrichshöhe, Sachsenbrunn, Schalkau, Effelder, Mengersgereuth-Hämmern bis Steinach reicht. „Es ist Aufgabe der Bergwacht, in Not geratenen Menschen in den Waldgebieten des Thüringer Waldes zu helfen. Dies ist in einem touristischen Gebiet, wie es die Kommunen auf ihre Fahnen geschrieben haben, besonders wichtig. Die Gäste der Pensionen und Hotels sind dankbar, wenn die Hilfe zu ihnen an den Unfallort kommt, auch wenn dieser fünf Kilometer im tief verschneiten Wald liegt.“
Doch für die Rettung brauche es moderne Ausrüstung. Und diese kostet Geld. Zurzeit, so Lutter, habe man noch die Motorschlitten russischer Bauart in Betrieb, ein Erbe der Grenztruppen. Eine Neuanschaffung kostet rund 12 000 Euro, schätzt Lutter. Wenn nun jede Gemeinde im Dienstgebiet die Wacht jährlich mit 100 oder 200 Euro bezuschussen würde, könnte man neues Material anschaffen. Rund ein Dutzend Kommunen hat Lutter deswegen angeschrieben, manche auch mehrmals, ob sie die „Kleinigkeit“ nicht jährlich in ihren Haushalt einstellen könnten. Doch die Resonanz blieb dünn: Bisher habe nur die Gemeinde Effelder-Rauenstein reagiert und eine Überweisung getätigt. Sachsenbrunn hat eine materielle Unterstützung zugesagt. „Dafür möchten sich die Kameraden recht herzlich bedanken.“
Die Wahlen abwarten
100 oder 200 Euro dürften jedes Jahr in jedem Haushalt mög-
lich sein, beharrt Lutter. „Doch scheinbar weit gefehlt. Nun stellen sich die Kameraden die Frage, ob ihre Arbeit keine Anerkennung findet oder für die Bürgermeister und ihre Räte keinen Cent wert ist.“ Anders als die Feuerwehr ist die Bergwacht keine Pflichtaufgabe der Kommunen. „Somit wird in den Haushalten wohl auch keine Unterstützung eingeplant.“
Andreas Girbhardt, parteiloser Bürgermeister in Goldisthal, bestätigt, dass man das Ansinnen im Gemeinderat behandelt habe. „Wegen der nicht gerade rosigen Haushaltslage hat sich der Gemeinderat aber entschieden, die Bergwacht dieses Mal nicht zu berücksichtigen.“ Andere Orte würden sehr viel mehr vom Tourismus und dementsprechend von der Arbeit der Retter profitieren. Goldisthal sieht der Gemeinderat in dieser Hinsicht weniger in der Pflicht. Als Empfehlung gibt Girbhardt den Bergrettern auf den Weg, doch nach der Kommunalwahl einen zweiten Anlauf zu starten: „Einmal abgelehnt bedeutet ja nicht für immer abgelehnt.“
Steinachs Hauptamtsleiter Volker König verweist darauf, dass die Scheibe-Alsbacher zumindest ihre Aufwändungen für Einsätze in der Skiarena Silbersattel vergütet bekommt. „Auch bei von uns veranlassten Einsätzen wird bezahlt.“ Ansonsten aber sind die Möglichkeiten – „angesichts der vielen gemeinnützigen Vereine“ – begrenzt. Und die Finanzlage bleibt prekär. „Selbst wenn es sich nur um kleinere Beträge handelt, übersteigt das doch die Möglichkeiten, wenn sie regelmäßig bezahlt werden sollen.“ Ein jährlicher Zuschuss sei nicht drin.
Fahrraddownhill- gemeinsamer Einsatz mit der Bergwacht Lauscha
Gemeinsam mit unseren Kameraden aus Lauscha, sicherten wir in Lauscha wieder eine Downhill-Veranstaltung ab. Über viele Jahre gibt es mit den Lauschaer Kameraden eine sehr gute Zusammenarbeit. Deshalb helfen wir auch gegenseitig bei Veranstaltungen aus. Hier waren es Fahrradfahrer, die unbedingt durch steile Waldstücke fahren mußten. Das es dabei schnell zu Verletzungen kommen kann, zeigte sich bereits in den ersten Stunden, als zwei Fahrer mit Schlüsselbeinfrakturen versorgt und gemeinsam aus dem Gelände gerettet werden mußten. Selbstverständlich war auch wieder eine problemlose Zusammenarbeit mit der Rettungsleitstelle und dem Team der Rettungswache Neuhaus.

Die ganz andere Ausbildung - Offroadtraining in der Lausitz
Im Juli fuhren einige Kameraden unserer Bereitschaft zu einer ganz besonderen Ausbildung in die Lausitz. In einem stillgelegten Tagebau wurden die Kameraden durch einen Fahrtrainer des Autohauses Bothe in den Umgang mit Geländewagen eingewiesen.Dabei mußten verschiedenste Schwierigkeiten gemeistert werden, welche zeigten, was in den Fahrzeugen und den Fahrern steckt. Dabei wurden auch die Grenzen aufgezeigt. Von kleinen Absätzen, über querfeldeinwärts,Sanddurchfahrten,bis hin zu steilen Hang abwärts- und aufwärtsfahren war alles dabei. Das Bothe-Team hatte eine sehr gute Strecke und eine hervorragende Ausbildung zusammengestellt. Es ging in diesen Stunden nicht um schnelles, sondern um sicheres Fahren. Solch eine Ausbildung ist allen Fahrern unserer Geländewagen zu empfehlen, da die meisten gar nicht wissen, was die Fahrzeuge alles leisten können und wie sie richtig damit umgehen müssen. Ein großes Danke an Oliver Bothe und sein Team.
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Ganz schön steil... |



