Bergwacht-Bereitschaft Scheibe-Alsbach und Skiarena „Silbersattel“ Steinach arbeiten zusammen

Seit wenigen Wochen sind die Kameraden der Bergwacht-Bereitschaft Scheibe-Alsbach nicht mehr allein bei den Veranstaltungen des SV 08 Steinach zu sehen. In den letzten Jahren wurden nur die Veranstaltungen des SV 08 Steinach abgesichert, mit dem bereits ein Vertrag bestand. Das Gebiet der Skiarena wurde nur über die normale Diensttätigkeit mit abgesichert, dass heißt, nur bei einer Alarmierung durch die Rettungsleitstelle rückten die Kameraden mit ihrer Ausrüstung an. Trotz mehrfacher Anfragen bei den Geschäftsführern, war kein Vertrag zustande gekommen. Dieser ist aber für eine Absicherung notwendig, um beiden Seiten Sicherheit zu bieten

Auf Grundlage eines Vertrages, welcher jetzt zwischen der Skiarena und dem DRK Sonneberger Kreisverband abgeschlossen wurde, sichern die Bergwacht-Kameraden an Wochenenden und Feiertagen die medizinische Erstversorgung im ganzen Gebiet der Skiarena ab. Das Skigebiet befindet sich im Dienstgebiet der Bereitschaft Scheibe-Alsbach, weshalb durch diese die Absicherung übernommen wird. Man war seit der Eröffnung der Skiarena bestrebt, einen Vertrag zu erhalten. Dies dauerte leider bis zum Anfang dieses Winters und ist dem neuen Geschäftsführer Gerhard Müller zu verdanken. Diese Zusammenarbeit kam in den letzten Wochen bereits mehreren Verletzten und einer vermissten Person zu Gute.

Die Kameraden der Bergwacht müssen jetzt bei Einsätzen nicht mehr mit ihrer ganzen Ausrüstung von Scheibe-Alsbach nach Steinach fahren. Es wird nur noch die persönliche Ausrüstung des Kameraden benötigt. Die restliche Ausrüstung, zum Beispiel Motorschlitten und Schlitten zum Transport von Verletzten, werden von der Skiarena bereitgestellt. Außerdem steht den Kameraden ein Raum zur Versorgung von Verletzten zur Verfügung. An den Wochenenden und Feiertagen sind jetzt Kameraden der Bergwacht-Bereitschaft Scheibe-Alsbach im Skigebiet unterwegs und sind jederzeit zu erreichen. So können die Kameraden schneller helfen und dies kommt bei einem Unfall jedem Besucher der Skiarena zu Gute.

Für die sehr gute Zusammenarbeit möchten sich die Kameraden hiermit beim Geschäftsführer Gerhard Müller und seinem Team sowie bei Frau Dr. Stauch bedanken, welche eng mit der Bergwacht zusammen arbeitet und die Kameraden bei Verletzten unterstützt.

Letzte Blutspende im Jahr 2001 für das Helferteam der Bergwacht Scheibe-Alsbach

Am 29.11.2001 konnte die letzte Blutspende für das Helferteam der Bergwacht-Bereitschaft Scheibe-Alsbach mit Erfolg abgeschlossen werden. Es kamen zu diesem Termin 113 Spender zum Abgabetermin in Neuhaus. Insgesamt sicherten die Kameradinnen und Kameraden gemeinsam mit den Teams des Institutes für Transfusionsmedizin Suhl 6 Termine in Neuhaus und 4 in Scheibe-Alsbach ab. In Neuhaus konnten von den insgesamt 607 erschienenen Spendern 562 Konserven gewonnen werden. Unter diesen waren 33 Erstspender. In Scheibe-Alsbach kamen zusammen 142 Spender, davon durften 132 Spenden. Die anderen wurden aus gesundheitlichen Gründen zurückgestellt. Hier waren 5 Erstspender zu verzeichnen.

Dies waren für das Helferteam um H. Greiner-Pol ausgezeichnete Ergebnisse. Ein besonderes Dankeschön an diese Kameradinnen und Kameraden. Für die sehr gute Zusammenarbeit, danken wir den Mitarbeiter des ITM Suhl, dem Gasthof „Am Hochwald“ Scheibe-Alsbach und den Schulen in Neuhaus. Die Kameraden der Bergwacht-Bereitschaft Scheibe-Alsbach bedanken sich bei allen Spenderinnen und Spendern und wünschen sich ein gusundes Wiedersehen im Jahr 2002. Die ersten Termine im Jahr 2002 sind der 4. Januar in Scheibe-Alsbach und der 23. Januar in Neuhaus.

Einsatzübung für die Bergwacht Scheibe-Alsbach

Freitag um 19.30 Uhr. Plötzlich erklingt der Piepton der Alarmempfänger der Bergwacht-Bereitschaft Scheibe-Alsbach. Eine Einsatzgruppe macht sich auf den Weg zum Fahrzeug. Über Funk erhält der Einsatzleiter die Information, dass ein Jäger vom Hochstand gefallen ist. Als Unfallort wurde der Löschleitenberg angegeben, genaueres war nicht bekannt. Mit einer Einsatzstärke von 5 Kameraden rückte die Einsatzgruppe zum Unfallort aus. Dabei kam zum ersten Mal das neue Dienstfahrzeug zum Einsatz. Die Anfahrt verlangte bereits einiges dem Fahrer ab. Da es geschneit hatte waren die Wege ziemlich glatt. Hinzu kamen große Wasser- und Schlammdurchfahrten. Ähnliche Verhältnisse herrschten am Unglücksort. 42 Minuten waren seit der Alarmierung vergangen, als dieser erreicht wurde. Der Verletzte lag zusammengekrümmt unter der Leiter des Hochstandes und an einem Hang. Der Einsatzleiter teilte sofort seine Kameraden ein. 2 waren für die Versorgung des Verletzten zuständig und die anderen beiden bauten die Beleuchtung mit Notstrom und den Akia auf. Nach der Feststellung der Verletzungen, wurde die Rettung des Jägers vorbereitet und durchgeführt. Mittels Schaufeltrage wurde die Umlagerung auf den Akia durchgeführt und der Verletzte zum Übergabeort für den Rettungswagen gebracht.
Im Anschluss begaben sich die Kameraden in die Diensthütte, wo eine Auswertung stattfand. Durch den Bereitschaftsleiter und den Ausbilder der Bereitschaft gab es keine Fehler zu bemängeln, welche Auswirkungen auf den Verletzten hatten. Diese Übung zeigte erneut, dass die Bergwacht-Bereitschaft den gestellten Aufgaben gewachsen ist. Ein Dank geht hier nochmals an den "Verletzten", der die ganze Zeit in diesem schlechten Wetter ausharren musste.