Rettungshundestaffel on tour…
Am 21.01.2006 um 6.00 Uhr morgens war es wieder so weit – ein Teil unserer Staffel machte sich auf den Weg auf die 10. Winter-Staffel-Fahrt nach Scheibe-Alsbach/Thüringen. Ausbildungsziele für die Woche waren neben der Verbesserung der Suchintensität und -kondition der Hunde die Vertiefung der einsatztaktischen Kenntnisse und Fähigkeiten der Hundeführer.
Nach einem kurzen Zwischenstopp mit Mittagessen in der Bergwacht-Hütte ging es – kaum an der Pension Arnika angekommen - auch schon los mit der ersten kleinen Trainingseinheit und der ein oder andere Mensch wie Hund war schon erstaunt wie tief man im Schnee einsinken kann. Petrus hatte es dieses Jahr wirklich gut mit uns gemeint!
Am Sonntag gegen 10 Uhr begann der erste Trainingstag - allerdings nicht ohne die obligatorischen Mobilitätsprobleme! Gerade losgefahren musste der Sprinter schon das erste Mal befreit werden. Endlich am Trainingsplatz angekommen ging es los mit dem Schneetraining: je nach Ausbildungsstand wurde mit den Hunden gespielt oder Verbellübungen bzw. kleinere Suchen gemacht. Daneben haben unsere Männer als Vorbereitung für den nächsten Trainingstag in den extra für uns aufgeschichteten Schneebergen Höhlen angelegt – je nach Beruf des Erbauers mit Feuerlöscher, Handy oder Innenanstrich versehen!
Montags gab es das erste Schneehöhlen-Training: Die Hunde sollten eine in der Schneehöhle eingegrabene Person finden und sich möglichst selbstständig durch den Schnee buddeln. Während sich die unerfahreneren Hunde anfangs noch etwas zögerlich zeigten, hatten die Profis sich in Windeseile ein Loch gegraben. Am Ende des Tages hatten aber alle Hunde die Technik raus. Nur einzelne konzentrierten sich lieber aufs Bellen und ließen ihren Hundeführer die Arbeit machen.
Dienstagnachmittag gab es für einen Teil der Gruppe die erste große Herausforderung. Anhand eines vorgegebenen Szenarios sollten Hund und Hundeführer ein 70*200m großes Areal selbstständig absuchen. Neben dem Einbrechen der Dunkelheit und dem Ausfall der Funkgeräte hatte jedes Team wohl noch mit der ein oder anderen Schwierigkeit zu kämpfen, sei es mit der Orientierung im unbekannten Gelände oder mit der korrekten Einweisung des Helfers. So war nicht nur das Führungsteam froh, als alle 5 Teams ihren Weg zurückgefunden hatten. In der Arnika gab es nach dem Abendessen eine ausführliche Nachbesprechung mit intensivem Erfahrungsaustausch bis spät in die Nacht.
Mittwochs hatten sich Hund und Mensch die Trainingspause am Nachmittag dann wohlverdient. Ein Teil der Gruppe besuchte Lauscha um sich die Arbeit der dortigen Glasbläser-Zunft anzuschauen während der Rest in der Pension entspannte.
Donnerstagfrüh gingen dann Mensch und Hund mit neuen Kräften wieder ans Werk. Ein weiterer Trainingstag am Gelände rund um den Stake-Out stand auf dem Plan. Dieses war im Laufe der letzten Tage schon fast unser zweites Zuhause geworden.
Umso erstaunter war ein Teil der Hundeführer als sie Freitagmorgen auf dem Weg zum Training bereits nach einigen hundert Metern am Dreistromstein mit dem Hinweis „Nehmt alles mit, was ihr für eine Suche braucht“ aus dem Sprinter aussteigen sollten. Eine weitere Überraschungs-Übung stand auf dem Plan! Die Gruppe sollte selbstständig die Wege zwischen Dreistromstein und Stake-Out nach drei vermissten Nachtwanderern absuchen. Natürlich war die Aufregung anfangs nicht nur bei den Hundeführern groß sondern auch bei den Hunden, die schließlich zum ersten Mal neben ihren Kollegen suchen sollten. Mit kleineren Hilfestellungen konnte die Gruppe aber die Aufgabe erfolgreich lösen. Aufgrund der Erfahrungen während der Übung standen in der anschließenden Nachbesprechung nicht so sehr einsatztaktische Fragen sondern Themen wie der Umgang des einzelnen mit Stress, die Kommunikation im Einsatzfall und Rettungshundearbeit als Teamarbeit im Vordergrund.
Abends gab es zum Abschied das traditionelle Würstchengrillen an der Bergwacht-Hütte. Nach reichlich Würstchen- und Kölschgenuss wurde wir mit dem regionalen Liedgut vertraut gemacht – auch wenn die ein oder andere Textzeile uns irgendwie komisch vorkam.
Am 28.01.2006 war leider die Woche wie immer viel zu schnell um. Nach einem letzten ausgiebigen Spaziergang durch die wunderschöne Schneelandschaft machten wir uns gegen Mittag wieder auf den Weg Richtung Heimat! Für alle war es eine anstrengende aber auch abwechslungsreiche und lehrreiche Woche in der man - allen voran die Junghundeführer - nicht nur viel dazu gelernt hat, sondern auch sich selbst, seinen Hund und die Gruppe in den unterschiedlichsten Situationen noch besser kennen gelernt hat.
Auf diesem Weg möchten wir uns noch einmal ganz herzlich für die Hilfe und Gastfreundschaft bei Konni und den anderen Bergwacht-Kameraden bedanken! Egal ob es um die Bereitstellung des Motorschlittens, das Freischieben unserer vielleicht nicht ganz so schneetauglichen Fahrzeuge/Fahrer, das Grillen bei Tiefschnee oder die musikalische und tänzerische Gestaltung des Abschlussabends geht, Ihr seid immer zur Stelle!
Kommt mit, wir wandern!!!
So hieß es wieder einmal am Sonnabend bei den "Gummibären" der AWO-Kindertagesstätte "Haus der kleinen Strolche" in Steinheid.
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Unsere Kinder und ihre Erzieherin Ingelinde luden uns zu einem Familienwandertag ein. Weil es die Kleinen ungerecht fanden, daß immer nur Muttertag gefeiert wird und die Vatis dabei vergessen werden, hatten sie sich diesen Wandertag ausgedacht und wir Eltern waren von dieser Idee auch überzeugt.
35 Wanderfreudige trafen sich Punkt 15.00 Uhr am Kindergarten und los zog ein lustiger Trupp in Richtung Rennsteig. Auch der Wettergott spielte dabei mit und so sollten unsere mitgenommenen Regenschirme nur als Wanderstöcke dienen. An der Limbacher Greiner-Gruft war die Aufregung groß: fanden die Kinder da doch wirklich ein "Bonbonnest" in einem Papierkorb. Dies sollte eine kleine Belohnung für unsere Kinder sein, denn bis hierhin hatte noch kein kleiner Wanderer gejammert, weil der Weg zu weit war. Wir Eltern waren darüber eigentlich ganz schön erstaunt, denn bei Spaziergängen anderer Art ist die Quengelei immer riesig groß. Es zeigt sich also, in einer Gemeinschaft zu wandern bringt auch unseren Kindern mehr Spaß. Und weiter ging es durch den Wald, das Gläserstal entlang nach Scheibe-Alsbach zur Bergwachthütte. Einige Muttis und Vatis von uns hatten sich auf Bratwurstbraten und Getränkeverkauf eingestellt. Doch die Überraschung beim Eintreffen an der Hütte der Bergwacht Scheibe-Alsbach war groß: überall standen Kameraden der Bergwacht und leisteten ihren Einsatz, so das alle Gummibäreneltern an diesem schönen Tag nicht "arbeiten" mußten. Sogar ein richtiges Lagerfeuer hatten sie für uns aufgeschichtet. Alles klappte wie am Schnürchen. Nur ein Vati hatte früh seine Arbeit verrichtet: unser Bäcker Jens von der Bäckerei "Anton" spendierte uns Semmeln und die frischen Brote. Vielen Dank!
Auf diesem Wege möchten wir Eltern, Kinder und Erzieherin der "Gummibären" den Kameraden der Bergwacht Scheibe-Alsbach ganz herzlich Danke sagen für ihre Unterstützung und Gastfreundschaft in ihrer Hütte an unserem Wandertag und wünschen ihnen in ihrer weiteren Bergwachtarbeit viel Erfolg.
Im Namen aller Eltern
Conny Menzel und Ute Eichhorn
Jump City - Tag und Nacht stille Helfer
Liebe Grüße vom gerissenen Kreuzband
Seit Jahren sichern Kameraden Unfall-Erstversorgung in Region ab - doch Wunsch nach modernem Einsatzgerät bleibt offen.
Rund 5000 Stunden freiwilliger Arbeit buckelten sich Scheibe-Alsbachs Bergwachtkameraden vergangenes Jahr auf: Übung und Materialpflege, Lehrgänge und Einsatz, Winter wie Sommer. Zurzeit dominiert die Sicherheitspräsenz in Steinachs Skiarena das Geschäft der Retter.
STEINACH/Scheibe-Alsbach - A wie Ankerwettkampf, B wie Biathlon-Ranglistenturnier, C wie Crosswettkampffinale - bis hin zum Zwergencup buchstabiert sich das Geschehen bei der Bergwacht Scheibe-Alsbach. Ein Alphabet, das das ganze Jahr überspannt. Und die gesamte Region: Das Dienstgebiet der Kameradschaft ist in drei Jahrzehnten ihres Bestehens auf 15 Kommunen angewachsen. Es reicht vom Pumpspeicherwerk Goldisthal, bis kurz vor Katzhütte, über Steinach und Steinheid bis Masserberg, vom Nachbarlandkreis Hildburghausen zurück ins Schaumberger Land.
Zurzeit sind die Scheibener vorrangig in Steinach im Einsatz und sichern dort den Schneetrubel: Streifendienst am Silbersattel heißt es im Terminkalender, Spaßwacht in der Skiarena im Volksmund. Mit zwei bis drei Mann schiebt man dort den Tag über Schicht. Ehrenamtlich.
Über die Disziplin der Brettlkünstler möchte Konni Lutter nicht groß meckern. "Es gibt halt solche und solche", beschwichtigt der Chef der Bereitschaft. Die Jüngeren drängelten eher am Lift, die etwas Älteren toben sich dagegen auf der Piste aus. Einheimische wie Auswärtige. Alles in allem kein Grund zur Klage.
Die Verantwortung der Aktiven hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen: Die Scheibener Bergwacht-Kameraden leisten Erstversorgung. Wer sich geprellt hat, bekommt einen Verband, wem der Kreislauf wegsackt, darf auf die Pritsche pausieren bis er sich wieder fit fühlt, auf eine Abschürfungen wird ein Pflaster geklebt. Im Gros sind es somit eher Kleinigkeiten die im Bergwacht-Domizil an der Mittelstation verarztet werden. Doch man soll sich nicht täuschen: Auch über umfassendere Verletzungen, die eine Nachsorge vom Notarzt oder eine Einlieferung ins Krankenhaus nach Sonneberg oder Neuhaus nötig machen, entscheiden die Retter vor Ort.
Diese Zahl nimmt zu: Seit drei Jahren ist die Bergwacht Scheibe-Alsbach auf dem Fellberg im Einsatz: 14 Unfälle, die es nötig machten den Sanka anzufordern, waren es 2002, im Jahr darauf bereits 25 und in der zurückliegenden Saison immerhin 41. Klar, alpines Abfahrtsvergnügen ist im sportlichen Verletzungsrisiko nicht gerade mit Tischtennis zu vergleichen. Unabhängig davon fällt das drastisch gestiegene Unfallgeschehen auch mit eine deutlichem Plus bei den Besucherzahlen zusammen. Im Zeitraum von 2002 bis 2004 kletterte diese von rund 24 000 auf etwa 36 000 in der vergangenen Saison. Und nicht alle, die in der Fellberg-Manege auftreten, sind eben zugleich erfahrene Ski-Artisten ...
Die gute Zusammenarbeit mit der Skiarena lobt Lutter: "Einen eigenen, acht Jahre alten Schlitten hat die Bergwacht vor Ort. Den Zugriff auf den größeren, zum Abtransport von Verletzten geeigneten Skiarena-eigenen Schneespurschlitten regelt man per Zuruf, ein festes Domizil an der Mittelstation wurde überlassen. Und eine Spende fürs Engagement sattelt der Vergnügungspark ab und an noch oben drauf."
Doch ansonsten ist es mit der Unterstützung für die Retter nicht weit her. Klar: Die Erstversorgung von Unfallopfern wird von den Krankenkassen erstattet. Das bringt ein bisschen Geld. Doch vergangenes Jahr versuchte Lutter in den Kommunen im Dienstgebiet für eine Spende zu werben. Mittelfristig müsste der Fuhrpark erneuert werden, sagt der 35-Jährige.
Drei alte Schneeschlitten stehen in der Hütte der Bergwacht in Scheibe-Alsbach, allesamt Hinterlassenschaften der Grenztruppen mit Baujahr 1982. Im Oldtimer zum Rettungseinsatz?
Konni Lutter lächelt säuerlich: Viel gebracht haben die Bittbriefe nicht. Groß waren die Ansprüche ohnehin nicht: Ein Hunderter hätte es vielleicht sein können. "Effelder und Siegmundsburg haben dann Geld gegeben, 30 Euro spendierte Scheibe-Alsbach - das ist die ganze Unterstützung aus den Orten." Eine Bergwacht zu unterhalten ist keine kommunale Pflichtaufgabe. Was die Aussicht auf einen neuen Schlitten betrifft geht die Lobbyarbeit also fleißig weiter: Der Landtagsabgeordnete wurde angewählt wegen Lottomitteln, beim Landrat durchgeklingelt wegen eines Zuschusses, beim Bergwachtträger, dem Deutschen Roten Kreuz, vorgesprochen um dort für eine anteilige Finanzierung des wohl 10 000 Euro teuren Geräts vorzuglühen. Lutter wiegt denn Kopf: "Mal sehen, was das Jahr bringt."
Vergangenen Sonntag war Zwergencup in Steinach angesetzt. Die Vier- bis Zehnjährigen schubberten gemächlich in weiten Bögen den Fellberg hinab. Meist breitbeinig im Pflug - der flotte Parallel-Schwung stand für manchen noch nicht auf dem Stundenplan. Nina Siegmund aus Erfurt rutscht die Wettkampfstrecke fürsorglich neben Töchterchen Claudia den Hang runter. Die Fünfjährige meistert den Hang ohne Sturz und zum ersten Mal. Die gestoppte Zeit der Tochter kommentiert die Mutter mit zufriedenem Nicken: "Das ist natürlich kein Vergleich zu den Steinachern", lacht sie. "Die sind hier doch alle mit Skiern an den Füßen auf die Welt gekommen."
Sicherheitsgefühl
Nebenan, zwischen den Zuschauern an der Talstation, steht Martina Stauch in ihrer dick wattierten Rot-Kreuz-Jacke und schaut dem Kinderspektakel zu. Als 14-Jährige wurde Stauch in den 60er Jahren hier in Steinach Deutsche Meisterin. Heute arbeitet sie als Onkologin in ihrer eigenen Praxis in Kronach. Und ihr Wochenende gehört weiter dem Fellberg. Wie viele Bereitschaftsstunden es denn dieses Jahr schon waren? Martina Stauch lacht. Wer freiwillig hier ist, zählt so etwas nicht mit. Die Motivation zum Ehrenamt schlüsselt sich nicht in einer Zahl auf: "Etwas zurückgeben" - davon spricht Stauch dann doch. Die alpine Sporttradition Steinachs, die man selbst als Kind erlebt hat, und die Verbundenheit zum SV 08, dessen Mitglied Stauch ist, das sind schon eher die handfesten Gründe . "Der schlimmste Unfall, dass war einmal ein 20-Jähriger, der vor zwei Jahren am Steilhang in eine Fichte gerauscht ist", erinnert sich Stauch. Der Junge blieb liegen, ein Wirbelbruch war offensichtlich. Dass dieser für den Betroffenen ohne Querschnittslähmung ausging, ist zuerst dem professionellen Einsatz der Kameraden zu verdanken: Die Rettung im Berg, sie wird geübt auf Lehrgängen. Um so etwas zu lernen, kurven die Aktiven in ihrer Freizeit zurzeit noch bis zum Ausbildungszentrum nach Oberhof.
Dass solch schweren Einsätzen ein Wort der Dankbarkeit folgt, sei eher selten, sagen Stauch und Lutter. "Die kleineren Verletzungen" schieben ab und an noch etwas für die Kaffeekasse über den Tisch. "Ein 5-Euro-Schein." Viel mehr ist oft nicht drin.
"Der offene Unterarm von neulich wollte eigentlich noch ein paar E-Mails mit Bildern schicken", fällt Konni Lutter noch ein. Mal schauen was sie wert sind. Die Retter selbst jedenfalls dokumentieren ihr Engagement und ihre Kameradschaft in einem eigenen Internetauftritt unter www.bergwacht-scheibe-alsbach.de.
Hin und wieder kann man zumindest im Web-Gästebuch einen Eindruck bekommen, dass Erste Hilfe und Dankbarkeit dafür sich doch bisweilen die Hand geben: "Hallo, bin die mit dem gerissenen Kreuzband beim Enduro-Rennen in Neuhaus vom letzten September". Liebe Grüße aus dem Flachland.
Und ein Lausitzer Skihase macht per Internet-Brief deutlich, dass Retterpräsenz und Sicherheitsgefühl für Wintertouristen ein Standortfaktor sind: "Wenn es so ist das man Bedenken haben muss, dass die Sicherheit und schnelle Versorgung nicht mehr gegeben ist dann wandern bestimmt viele Leute wieder in die bayrischen Skigebiete ab, wo die Sicherheitspräsenz viel deutlicher ist und man sich einfach durch deren Anwesenheit schon sicher und geborgen fühlt, auch wenn nichts passiert." Freilich: Dass nichts passiert, liegt kaum in der Hand der Bergretter. Doch, dass dank schnellen Zugriffs Stürze oft ohne schlimme Spätfolgen abgehen, dafür lassen sich die Scheibe-Alsbacher in die Pflicht nehmen. Ehrenamtlich.
ANDREAS BEER
Praktische Ausbildung für den Bergwacht-Nachwuchs
Zu einer praktischen Ausbildung fanden sich die jungen Kameraden der Bergwacht-Bereitschaft Scheibe-Alsbach in der Skiarena Silbersattel Steinach zusammen. Dabei stand das Skitraining und das Retten Verletzter mit dem Akia im Vordergrund.
Zunächst wurde eine Ausbildung durch Skilehrer der Ski- und Snowboardschule "Am Silbersattel" durchgeführt. Es wurde den jungen Kameraden das sichere Fahren beigebracht. Im Anschluss begann das fahren mit einem zunächst leeren Akia. Nach einigen leeren Fahrten wurden abwechselnd Kameraden in den Akia gepackt, um ihnen einmal das Gefühl zu vermitteln, wie es im Akia ist und wie sich die Verletzten fühlen.
Als sich die Kameraden sicher mit dem Akia bewegen konnten, wurde eine kleine Übung durchgeführt. Unter den Augen der Skiarena-Gäste stürzte eine Skiläuferin. Sofort wurde sie von anderen Fahrern betreut (es wusste keiner, dass es nur Übung ist) und die Kameraden wurden auf den Unfall aufmerksam gemacht. Sofort begab sich die Gruppe zum Unfallort und übernahm die Versorgung. Mittels Schaufeltrage wurde die "Verletzte" auf eine Vakuum-Matratze gelagert und in den Akia verbracht. Mit dem Akia fand dann der Transport ins Tal statt.
Der Dank der Bergwacht geht an das Team der Skiarena "Silbersattel" und das Team der Ski- und Snowboardschule "Am Silbersattel" für die hervorragende Unterstützung .
Gemeinsame Arbeit zum Wohl der Sportler
Zum wiederholten Male trafen sich die Kameraden unserer Bereitschaft mit den Kameraden der Bergwacht Lauscha, Ziel war die Absicherung der Down-Hill-Veranstaltung an der Marktiegelschanze.
Diese Veranstaltung verspricht jährlich alle Hände voll Arbeit für die Einsatzkräfte, auf Grund der hohen Teilnehmerzahl und der zu erwartenden hohen Anzahl an Verletzten, arbeiten die Kameraden der beiden Bereitschaften bei dieser Veranstaltung zusammen, wobei ca. 20 Kräfte mit mehreren Fahrzeugen im Einsatz sind.
Beginn ist am Freitag mit Training, dann kommen Samstag und Sonntag die Wettkämpfe.
Die Teilnehmer fahren dabei auf festen Strecken mit zahlreichen Hindernissen (Sprünge, Abhänge usw.) quer durch den Wald.
Unsere Kräfte sind über die ganze Strecke verteilt. Bei Verletzungen nehmen die Kameraden vor Ort die erste Versorgung vor. Eine Bereitschaftsgruppe nimmt dann die Rettung der Verletzten Personen vor, mittels Schaufeltrage und Gebirgstrage werden die Verunfallten zum Einsatzfahrzeug gebracht. Auf Grund der Hanglage und des Waldes, ist die Rettung aus dem Gelände eine Aufgabe, die nur die Bergwacht, erfüllen kann. Dabei wird eng mit den Rennärzten zusammengearbeitet.
Mit dem Einsatzfahrzeug wird der Transport zum Übergabeplatz an Start und Ziel durchgeführt, wo bereits die Sanitäter und Assistenten des straßengebundenen Rettungsdienstes warten und die Patienten übernehmen.
In diesem Jahr mussten durch uns 11 Verletzte von der Rennstrecke gerettet werden. Davon wurden 9 an den Rettungsdienst übergeben. Die Verletzungen reichten von Knieverletzung, über Schulterluxation bis zu Frakturen.
Wieder einmal zeigten die Kameraden aus Lauscha und Scheibe-Alsbach, wie Zusammenarbeit zwischen Bereitschaften aussehen sollte und arbeiteten Hand in Hand, gemeinsam zum Wohl der Verletzten .
Gemeinsamer Großeinsatz für Bergwacht- und Sanitätsbereitschaften
Die Bereitschaften des Sonneberger Kreisverbandes des DRK sicherten gemeinsam die 11. East-Enduro-Challenge ab. Es waren fast 40 Einsatzkräfte mit mehreren Fahrzeugen zur Absicherung vor Ort um die zahlreich angetretenen Fahrer gegebenen falls zu versorgen.
Um eine schnelle Versorgung auch im Zielbereich zu gewährleisten, errichteten mehrere Kameraden des Kreisverbandes ein Sanitätszelt zur ersten Hilfe, das einen regen Zuspruch bei den Fahrern fand.
Da sich aber nicht alles durch die Einsatzkräfte des DRK absichern lässt, sind wir froh dass wir bei dieser Veranstaltung mit den Freiwilligen Feuerwehren der Region so eng zusammen arbeiten können, dass es zu keinen Problemen bei der Versorgung bzw. bei der Verkehrsregelung kommt.
Mit dieser gut funktionierenden Rettungskette mussten in diesem Jahr keinerlei größere Verletzungen bei den Fahrern versorgt werden, was für diese Veranstaltung sehr lobenswert
ist.
Das lag zum größten Teil an den Wetterbedingungen, aber auch am Respekt der Fahrer vor der doch recht anspruchsvollen Strecke die unter anderem auch mit Sonderprüfungen gespickt war, die sich über die gesamte Strecke verteilten und das ganze Können der Fahrer forderten.
Des Weiteren liegt eine hervorragende Zusammenarbeit der Kameraden des DRK-Kreisverbandes und der Mitglieder des MC Isolator Neuhaus-Schierschnitz vor, die auf dem gegenseitigen Respekt über die ausgeführten Tätigkeiten beruht.
Den verantwortungsvollsten Job hat bei diesen Veranstaltungen der Einsatzleiter des DRK, der mit Kameraden K. Lutter von unserer Bereitschaft gestellt wurde. Er war für die Rettung auf allen Streckenabschnitten zuständig, sicherte mit mehreren Kräften den Start/Ziel Bereich und eine Sonderprüfung ab, wobei auch ein Großteil der Strecke mit betreut wurde.
Wir wünschen uns für die nächsten Jahre weiterhin so eine gute Zusammenarbeit mit allen Vereinen die an dieser Veranstaltung teilnehmen und dem MC Isolator Neuhaus-Schierschnitz ein gutes Gelingen für den nächsten Termin sowie optimale Wetterbedingungen.
30 Jahre Bergwacht - Schlimme Krisen, turbulente Zeiten, schwieriges Umfeld
SCHEIBE-ALSBACH - Die Gäste lachen, Scheibe-Alsbachs Bergwacht-Chef schmunzelt - der kleine Paul hat soeben das Zelt betreten, lauthals nach seinem Papa geplärrt, um sich hernach wohlig von Konni Lutter auf den Arm heben zu lassen. Manchmal kommt die "Hilfe" eben prompt. Für dreijährige Bergwichtel sowieso.
Konni Lutter absolvierte gerade den Gratulationsparcours, als der Sohn sein Recht forderte. Allzu oft, das hatte Lutter gerade noch deutlich gemacht, spielt das Familienleben nur die zweite Geige, "wenn jedes zweite Wochenende Übungen oder Einsätze anstehen, wenn Veranstaltungen von Sportvereinen abgesichert werden müssen, oder in der Steinacher Skiarena Dienst geschoben wird." Alles ehrenamtlich. "Der größte Dank geht an unsere Angehörige. Sie sind die, die uns viele Stunden im Jahr entbehren, die viele Dinge selbst machen müssen, da wir irgendwo im Regen, Schnee oder Sonne, in Steinbrüchen, Sportstadien oder Wäldern unterwegs sind um anderen Menschen zu helfen." Ihr 30. Jubiläum feierten die Retter in ihrem Domizil in Scheibe-Alsbach. Bier und Bratwurst statt Festakt mit Streichorchester, einen Tusch hätten sich die Aktiven sicherlich verdient. Dreier Jahrzehnte Engagement wurde gedacht. "Auf Bitte des DRK Neuhaus fanden sich 1974 insgesamt 25 Kameraden aus den Reihen des Ortsverbandes zusammen und bildeten eine Gruppe des Bergunfalldienstes." Peter Lattermann, Peter Meißner, Albert und Max Siegel gehörten zu den Ersten. Unterstützung gab die Gemeinde in Form von Ausrüstung. Lutter erinnerte an die Anfänge, Ausbildung in medizinischer Versorgung, Winterrettung und die Gründe der Gründung, die damals in der Zunahme des Fremdenverkehrs und der Vielzahl von Sportveranstaltungen des Wintersportvereins, dem Rennsteiglauf oder des militärischen Mehrkampfs (GST-Lager) lagen. Das Dienstgebiet beschränkte sich damals noch auf Scheibe-Alsbach und Umgebung. Die Ausrüstung stellte das DRK, um die Beschaffung musste sich niemand kümmern. Das änderte sich 1989. Auf Landesebene wurde mit dem Umbau der ehemaligen Bergunfalldienstgruppen der Bezirke Suhl und Erfurt zur Bergwacht Thüringen begonnen. Es entfiel der kostenlose und zentrale Zugriff auf Material. "Es tauchten erstmals Begriffe wie Sponsor und Förderer auf. Wie schon zu DDR-Zeiten halfen jetzt auch wieder Handwerker und Gewerbetreibende des Ortes." Dank galt Dieter Jakob: "Er unterstützte uns bei unserem ersten Fahrzeug. Ein ausgemusterter Krankenwagen aus Neuhaus." Dieser wurde umlackiert. Man war mobil.
"Taschen vollgemacht"
Mit der Auflösung des DRK-Kreisverbandes Neuhaus kam der Wechsel nach Sonneberg. Das Dienstgebiet vergrößerte sich, die Kameradschaft aus Steinheid löste sich auf: "Heute umschließt das Einsatzgebiet mehr als 15 Orte, von Katzhütte bis Schalkau, von Friedrichshöhe bis Steinach. Wir unterstützen die Polizei bei der Suche nach Vermissten, betreuen Skigebiete, helfen Sportvereinen aus Scheibe-Alsbach, Steinheid, Rauenstein und Steinach bei ihren Veranstaltungen im Sommer und Winter." Seit drei Jahren sind die Kameraden jedes Winterwochenende eine feste Größe in der Skiarena Silbersattel. Eine komplette statistische Übersicht über die vielen Stunden legte er für die vergangenen zehn Jahre vor: 51 000 sind es - ohne Entschädigung. "Es wurden in dieser Zeit fast 1000 Patienten versorgt. 110 davon wurden in Krankenhäuser eingeliefert. Diese Zahlen zeigen deutlich, welchen Nutzen diese ehrenamtliche Arbeit für den Landkreis und jeden einzelnen Ort hat."
Ein "Wermutstropfen" sei die Unterstützung: "Wir sind leider keine Pflichtaufgabe der Kommunen und kein hauptamtlicher Rettungsdienst und so sparsam fällt auch die Unterstützung aus. Darüber sollte mancher Politiker und Verantwortlicher einmal nachdenken." Bettelbriefe an die Ortschefs, auch darüber berichtete Freies Wort schon, wurden meist nur mit warmen Worten beantwortet. Mehr Zuwendung gab es selten.
Auch an die größte Krise der Retter in Scheibe-Alsbach erinnerte Lutter mit galligen Worten: Die Pleite des Kreisverbandes: "Die Hauptamtlichen hatten so gut gewirtschaftet, dass der Kreisverband Konkurs ging. Jeder wollte ein Stück haben. Unsere Kreisgeschäftsführerin machte sich mit der Sozialstation selbständig. Das Krankenhaus holte Rettungsdienst, Altenheim und Kindergärten. Nur die Ehrenamtlichen blieben auf der Strecke. Wer will die schon haben, kosten ja nur Geld." Erwin Götz, der mittlerweile als Vorsitzende dem später neu gegründeten DRK Sonneberger Kreisverband vorsteht, kam auch in seinem Grußwort zu einer ähnlichen Sicht auf die Vorgänge aus dem Jahr 1998, als der Insolvenzverwalter sogar die Sanitätstaschen der Ehrenamtlichen wegsperrte, als die von den Einsatzkräften in vielen Stunden freiwilliger Arbeit errichtete Schutzhütte plötzlich in die Insolvenzmasse einbezogen wurde, und später an die Gemeinde Scheibe-Alsbach verkauft wurde. "Im Mai 2001 gab es dann das Angebot der Gemeinde, die Hütte, die wir mit eigenen Händen erbaut haben, für 15 000 Mark zu kaufen. Das ist uns wahrlich nicht leicht gefallen, aber wir haben es gemeinsam geschafft." Umso erfreulicher sei es, dass nach den schlimmen Jahren man mittlerweile in Scheibe-Alsbach so gut aufgestellt ist, lobte Götz: "Als festes und verlässliches Mitglied im DRK Sonneberger Kreisverband."
Günter Senf, der stellvertretende Vorsitzende der DRK- Bergwacht Thüringen, schob nach, wem die einstige Existenzkrise zu verdanken war: "Einigen, die sich Kameraden genannt haben, sich in Wahrheit aber selbst die Taschen vollgemacht haben."
Landrat Sesselmann sprach den Aktiven im Namen des Landkreises zunächst den Dank für das Geleistete aus. Die Schwierigkeiten bei der Finanzierung, so machte er deutlich, sind bekannt: Bei Sitzungen des Rettungsdienstzweckverbandes steht die Bergwacht immer auf der Tagesordnung. Für die Zukunft hoffte er auf Erfolge beim Werben um Nachwuchs, in der anstrengenden Aufgabe "Jugendliche zu finden, die diese ehrenamtliche Funktion aufrecht erhalten und sich mit Begeisterung dieser schönen Aufgabe stellen."
Dass die Arbeit anerkannt wird, kam in den Glückwunschadressen der vielen Gäste zum Ausdruck: Florian Meusel, Geschäftsführer des Naturparks Thüringer Wald, erklärte die Bergwacht für unverzichtbar in Sachen "touristischer Events, Sport und Wintertourismus". Gerhard Müller, Geschäftsführer der Steinacher Skiarena, erklärte sich "zum größten Nutzer" der Bergwacht - und dankte mit einem kleinen Veilchen, in dem eine dicke Zuwendung steckte. Elisabeth Pauli, Chefin in der Limbacher Touristinformation, machte deutlich, wie wichtig die Wacht für den reibungslosen Ablauf am Lift und in der Loipe ist.
Dem Lob für die Aktiven folgte das gesellige Beisammensein. Eine kleine Feier im Festzelt, zwar ohne Streichorchester, aber mit Freunden und Familie, und dem Wissen, was in 30 bewegten Jahren stabiler Kameradschaft geleistet wurde. ANDREAS BEER
Ausbildung der Kameraden wird großgeschrieben
Eine anstrengende Wintersaison ist für die Kameraden der Bergwacht Scheibe-Alsbach zu Ende. Viele denken, dass nun nicht mehr viel zu tun ist. Aber weit gefehlt. Jetzt fangen die vielen Ausbildungsstunden für die Kameraden an. So hat am 3.4. die Ausbildung für die neuen Kameraden und die Weiterbildung der bereits aktiven Kameraden im Sanitätsbereich begonnen.An 4 Wochenenden werden 28 Kameraden die ganze Ausbildung neu durchlaufen, um für ihre Einsätze gerüstet zu sein.
Wer Interesse an einer Mitarbeit in der Bergwacht-Bereitschaft Scheibe-Alsbach hat, meldet sich bitte unter der Telefonnummer 01718275406.
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Neues Blutspendeteam hat Bewährungsprobe bestanden
Aus gesundheitlichen Gründen löste sich das bisherige Blutspendeteam in Steinheid auf. Die Kameradinnen und Kameraden um Kurt Nitschke hatten bis dahin eine sehr gute Arbeit geleistet und einen festen Spenderstamm aufgebaut. Nun galt es, diese Tradition fortzusetzen.
Diese Aufgabe wurde durch den DRK Sonneberger Kreisverband e.V. der Leitung der Bergwacht-Bereitschaft Scheibe-Alsbach übertragen.
Für diese bestand das Problem, dass das bisher bestehende Team um Kameraden Harald Greiner-Pol (zuständig für Neuhaus und Scheibe-Alsbach) den zusätzlichen Ort nicht mehr übernehmen konnte. Deshalb mussten neue Kameradinnen und Kameraden gesucht werden. Schnell erklärten sich 5 Steinheider und Scheibe-Alsbacher Frauen und ein Kamerad der Bergwacht bereit, diese Aufgabe zu übernehmen und es wurde ein zweites Team ins Leben gerufen.
So fand vor wenigen Tagen die erste Blutspende in Steinheid mit dem neuen Team statt.
Mit leichter Unterstützung durch das erfahrene Team, wurde die Versorgung der Spender organisiert. Es wurde wie gewohnt ein Imbiss mit belegten Brötchen und Kaffee angeboten.
Eine kleine Änderung gab es beim Spenderpräsent. Bisher hatte man für jede Spende ein Präsent ausgegeben.
In Scheibe-Alsbach und Neuhaus wurde seit längerer Zeit ein Bonussystem eingeführt. Dabei haben die Spender die Möglichkeit Punkte aus mehreren Spenden zu sammeln und sich dann ein hochwertigeres Präsent auszusuchen. Dies wurde auch den Steinheider Spendern angeboten und fand Zuspruch. Ein zusätzlicher Pluspunkt ist, dass die Spender nun unter den Spendenterminen der Orte Steinheid, Scheibe-Alsbach und Neuhaus wählen können, sollte die Teilname an einer Spende einmal nicht möglich sein. Die Punkte sind für alle drei Orte gültig und werden auch dort weitergeführt.
Bei ihrer ersten Blutspende hatten die Kameradinnen und Kameraden 38 Spender zu versorgen. Dies ist ein gutes Ergebnis und es wäre schön, wenn sich dies bei den weiter Spenden noch verbessern lies.
Gesucht werden für das Team noch weitere freiwillige Helfer. Anmeldung bitte bei der Bergwacht Scheibe-Alsbach unter der Nummer 01718275406.
Zum Abschluß nochmals ein Dankeschön an das Team um Kurt Nitschke für die jahrelange sehr gute Arbeit






