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Bergwacht Scheibe-Alsbach Bergwacht Scheibe-Alsbach Ehrenamtliche Bergrettung im Thüringer Wald
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Sieg statt Schönheit

Mit über 270 Startern beim Rookies Cup am Wochen­ende verzeichneten die Ausrichter im Bikepark am Steinacher Silbersattel einen Teilnehmerrekord innerhalb der IXS-Serie der Downhill-Piloten.
von Lars Fritzlar

Steinach - Traumhaftes Wetter herrschte am Sonntag während der beiden Wertungsläufe. Auch am Frei­tag und Samstag zuvor hatten die Gastgeber für wettkampftaugliche Bedingungen auf der 1600 Meter langen Piste mit einem Höhenunter­schied von 250 Metern gesorgt.

Der große Zuspruch schmeichelt Veranstalter und Hauptsponsor der IXS-Serie, der auch einige Exoten in seinen Starterlisten führte. Zusam­men mit Deutschen und Österrei­chern ging beispielsweise der Austra­lier Sean McConnell in Steinach an den Start. Der Downhill-Pilot stu­diert in Heidelberg und schlug sich in der stark besetzten Männer-Klasse ordentlich - 101. von 145 Finishern. Oder das Geschwister-Paar Grandy aus Portugal. Silas, der bei den Kids 1 (bis 13 Jahre) das waghalsige Aben­teuer zweier Downhill-Fahrten am Silbersattel bestand, verfehlte als Vierter nur knapp das Podest. Sein 16-jähriger Bruder Valentin wurde Zweiter im Youth-Klassement. Die Grandys starten allerdings für einen Sportclub in Heidenheim. Dennoch: Mit solch internationalem Flair kön­nen sich eigentlich nur die Winter­sportler in Lauscha brüsten.
Die große Resonanz beim Rookies Cup und ähnlichen Veranstaltungen wie das Einrad-Downhill-Fahren am kommenden Wochenende am Silbersattel ist aber sicher auch dem großen persönlichen Engagement der Steinacher Bike-Parkwächter ge­schuldet. Sie hatten die gesamte Wettkampf-Strecke im vergangenen Jahr mit Frank Schneider (mehrfa­cher Cup-Gewinner und Deutscher Meister) designed. Mit wechselnden Schwierigkeiten wie beispielsweise einer Höchstgeschwindigkeitpassage im Mittelteil. "Anspruchsvoll und se­lektiv", beschreibt Gerhard Müller vom Ausrichter den Charakter der Strecke.

Richtig harter Sport


So seien auch Stürze durchaus möglich und bei den Teilnehmern auch einkalkuliert. "Die Jungs fahren auf Sieg und nicht auf Schönheit", beschreibt Müller die Szene. Das gel­te natürlich auch für die zehn Mäd­chen und Frauen, die in Steinach an den Start gingen. "Nichts Primabal­lerina, nichts für Weicheier. Das ist richtig harter Sport", schätzt Müller ein. Lebensmüde seien die Downhil- ler jedoch nicht. "Mutig schon, ein bisschen verrückt", meint er. Aller­dings schützen sich die Aktiven auch gehörig - von Kopf bis Fuß mit Helm, Panzern, Polstern,
Protektoren. Verletzungen seien dennoch nicht aus­geschlossen. Während der drei Tage am vergangenen Wochenende muss­te die Bergwacht Scheibe-Alsbach sieben Verletzte ins Krankenhaus schicken - zur Weiterbehandlung oder Abklärung. "Ein verletzter Knö­chel oder ein Beinbruch ist da nichts Ungewöhnliches", weiß Organisator Gerhard Müller. Aufatmen könnte er am Sonntag, denn kein Verletzter blieb im Klinikum. Bestens versorgt- teilweise mit Gips an Arm oder Bein - war der ein oder andere Rookie am Sonntag zur Siegerehrung unter den Zuschauern gesichtet worden.

Bestens versorgt: Die Bergwacht Scheibe-Alsbach kümmerte sich in Windeseile um die Verletzten.

Indes heil die Schussfahrt mit dem umgebauten Mountainbike beende­te Lokalmatador und mittlerweile beinahe Dauerbrenner Lukas Wohl­leben, der im Junior-Klassement auf Rang 20 landete. Respekt.

Prächtige Stimmung auf der Langlaufpiste - aus dem Freien Wort

Prächtige Stimmung auf derLanglaufpiste

Ergebnisse 3. Riesentorlauf der Bergwacht Thüringen

Die Ergebnislisten zum Rennen um die schnellste Bergwachtbereitschaft in Thüringen sind im Archiv leider nicht mehr verfügbar. Ein ausführlicher Bericht zum Wettkampf folgt in den nächsten Tagen.

Einige Bilder des Rennens könnt ihr in unserer Bildergalerie finden.

Kölner am Rennsteig - aus dem Freien Wort vom 26.01.2009

Köllner am Rennsteig - aus dem Freien Wort vom 26.01.2009
 
Ganz spannend fanden es die sechs Jungen der Arbeitsgruppe „Bergwacht“ an der Staatlichen Grundschule Steinheid, als sie gestern Besuch von einer Kölner DRK-Rettungshundestaffel bekamen. Die Zwei- und Vierbeiner aus Nordrhein-Westfalen absolvieren zum mittlerweile 15. Mal ein einwöchigen Schnee-Training in der Region um Siegmundsburg. Dem Team verbindet eine feste Freundschaft mit den Mitgliedern der Bergwachtbereitschaft Scheibe-Alsbach und so war es für sie Ehrensache, dass sie den Schülern Elemente der Ausbildung demonstrierten. Ein ausführlicher Bericht folgt in Kürze. 
 

Aus dem Freien Wort vom 26.01.2009. Text und Bild R. Sander.

Erste Adresse für Erste Hilfe - Freies Wort vom 24.02.2009

Bei Skispaß-Turnier stimmen Thüringens Retter auch Sorgenlieder an

Steinach – Die Schussfahrt im Weiß einmal von derFür Erste Hilfe am Unfallort sind in der Steinacher Skiarena Scheibe-Alsbachs Bergwachtler die erste Adresse. Der ehrenamtliche Dienst hilft, die aufwändige Ausrüstung zu finanzieren. unbeschwerten Seite erleben? Dieses Vergnügen gönnten sich am Wochenende Bergwachtbereitschaftler aus ganz Thüringen in der Skiarena Silbersattel – beim traditionellen Ski-alpin-Wettbewerb der Kameradschaften. Knapp 60 Starter aus einem Dutzend Teams reisten zu dem geselligen Miteinander der eiskalten Art in die Brunnenstadt. Organisiert wurde der Wettbewerb von der Sektion Scheibe-Alsbach, deren Hausberg das Fellberg-Areal ist. Die Gastgeber übernahmen die schöne Pflicht ein reibungsloses Vergnügen auszurichten, anstatt, wie sonst die Saison über üblich, bergauf und talab Erste Hilfe für Verunfallte zu leisten.

Knapp 50 Einsatztage haben die Scheibe-Alsbacher in der laufenden Saison in Thüringens größtem Skigebiet bereits „abgerissen“. Silbersattel-Geschäftsführer Gerhard Müller lobt seine Jungs in den roten Jacken denn auch gerne über den grünen Klee: „Die machen einen Super-Job.“ Ob Wochenende oder Feiertag, auf Zuruf oder wenn es gilt, Turniere abzusichern, „seit Jahren stehen die Scheibe-Alsbacher parat und schieben einen schicken und ordentlichen Dienst.“
 

Steinachs oberster Schneezirkus-Direktor betont, dass die Vor-Ort-Truppe in der Arena zudem ein wertvoller Aktivposten fürs Renommee ist. „Es ist einfach beruhigend für die Gäste.“ Und derer waren es nicht wenig im bisherigen Traumwinter 2008/2009, nämlich bisher rund 40 000.

Vertletzt in der Abfahrt

Zu den spektakulärsten Einsätzen des Retter-Zusammenschlusses in dieser Saison zählt die Premiere einer Rettungshubschrauber-Landung an Silvester auf dem Plateau. Nachdem der Sessellift abgeknipst war und eigentlich der Sekt kaltgestellt sein wollte, kam via Funk die Meldung, ein verletzter Skifahrer liege auf der Familienabfahrt. Die Kameraden informierten die Rettungsleitstelle, ein 40-Jähriger habe sich die Schulter ausgekugelt hatte. Wegen der Schmerzen ließ sich der Mann kaum anderweitig bergen, also wurde der DRF-Heli Christoph 60 angefordert.

Nachdem Schmerzmittel verabreicht waren, wurde der Patient eingeladen und ins Klinikum Suhl geflogen, schildert Kameradschaftsleiter Konni Lutter. Durchs Team der Skiarena war zwischenzeitlich per Pistenraupe die Familie des Verunfallten an den Unfallort gebracht worden. Die Notärztin informierte die Ehefrau und diese konnte dem Familienvater schließlich mit dem Auto ins Klinikum folgen.

Lutter: „Dieser Einsatz zeigte die sehr gute Zusammenarbeit zwischen Bergwacht, Skiarena und Bergwacht, Rettungsleitstelle und Rettungskräften.“

Einem Unfallhoch in den vergangenen Wochen möchte Lutter trotzdem nicht das Wort reden. Klar, die Einsatzzahlen sind nach oben geschlittert, aber prozentual, also im Vergleich zum Besucheraufkommen, sei alles im grünem Bereich.

Dennoch gibt es Zeiten, an denen man aus der Thermojacke -nicht herauskommt. Fünf Snowboarder mit zerschrotetem Handgelenk schlugen beispielsweise an einem einzigen Tag im Stundentakt hintereinander auf. Und über dieses Publikum schimpft Lutter. Es sei immer derselbe Mix aus Selbstüberschätzung und mangelndem Können, der seine Rot-Kreuzler auf den Plan und in die Piste ruft.

„Das sind dann welche, die sich lieber vom Kumpel das Boarden beibringen lassen, als vielleicht ein paar Stunden in den Skilehrer zu investieren, der einem die Grundbewegungen beibringt.“

Wenn diese Grünhörner dann auf die Schnauze fallen, „kein Wunder“.

Ins Lied über alpin bebrettelte Sorgenkinder wissen natürlich auch andere Thüringer Bergwacht-Chefs einzustimmen. Oberhofs Rainer Mahn etwa berichtet von seinen zwei bis drei Einsätzen jedes Wochenende im Skigebiet am Inselsberg. Mittlerweile seien es weniger die Knochenbrüche, die das Bild prägen, als vielmehr schlimme Schnittwunden. „Wenn die Stahlkanten ins Fleisch schneiden, dann ist man oft gleich bis auf den Knochen durch.“

Doch immerhin: Nach dem Unfall von Thüringens oberstem Skifahrer sei ein Mehr an Vernunft zu beobachten. Der Trend zum Helm ist da. Eine Pflicht hierzu allerdings gibt es nicht. Sie wäre wohl auch kaum durchzusetzen oder zu kontrollieren.

Mike Schmidt, Leiter der Bereitschaft in Gehlberg, mahnt entsprechend an, angemessene Rahmenbedingungen zu schaffen für den notwendigen Dienst der Bergwachten im Urlauberland Thüringen. Bekanntlich zählt die Unterstützung der Kameradschaften – im Gegensatz zur Freiwilligen Feuerwehr – nicht zum Kanon der gesetzlichen kommunalen Pflichtaufgaben. Wie sie also Kosten für Funkgeräte und Motorschlitten, für Stiefel und wetterfeste Jacken bestreiten sollen, bleibt hierzulande allein der Fantasie der Freiwilligen geschuldet. Dass er es leid sei, ständig Bettelbriefe um Fördermittel nach Erfurt zu schicken oder Sponsoren anzubaggern, lässt Schmidt daher deutlich anklingen. „Da besteht eine absolute Diskrepanz zwischen der Funktion, die wir wahrnehmen, und unserer Ausstattung.“ 51 Euro beispielsweise vergüten die Krankenkassen den Ersthelfern in Thüringen. Wenn allerdings in Bayern eine Bergwacht Sanitäter anfordere, würde im Nachgang die siebenfache Summe überwiesen. Wie man also bitteschön für „nen Fuffi“ pro Einsatz Technik und Ausrüstung anschaffen, unterhalten und reparieren solle? Für den Ilmkreisler Schmidt eine offene Frage.

Pokal-Dreier für Gehlberg

Die Gleichstellung mit den Feuerwehren voranzutreiben, allerdings keine Neiddebatte anzustoßen, das ist dieser Tage Stoßrichtung der im DRK organisierten Bergwachten.

Günter Senf, stellvertretender Landesvorsitzender, äußerte am Rande der Veranstaltung in Steinach, man werde demnächst zumindest bei der Vergütung für die Jugendarbeit in Erfurt nachhaken. Geplant sei hierzu ein Antrag an die Landesregierung.

Zu den Fragen, die sich am Wochenende immerhin klären ließen, gehört die nach der schnellsten Bergwacht Thüringens. Die Gehlberger Mike Schmidt und Lothar Greiner sicherten sich beim Alpin-Wettbewerb den Titel der flottesten Mannschaft, Pia Wagner aus Gehlberg bekam den Pokal für die schnellste Bergretterin und Mike Schmidt den des schnellsten Retters. Die Pokale immerhin waren an diesem Abend der handfeste Lohn für ein Engagement, das ansonsten kaum mit Geld aufgewogen wird.

Text und Bilder: Andreas Beer

Vierbeinige Lebensretter

Bei der Nachwuchsgewinnung greift die Bereitschaft Scheibe-Alsbach auch auf spektakuläre Aktionen wie die Vorführung einer Rettungshundestaffel zurück

Von Raimund Sander

Steinheid – Ungewohnte Laute ließen dieser Tage die Mädchen und Jungen der Staatlichen Grundschule Steinheid aufhorchen: Auf dem Flur der ersten Etage bellten Hunde. Eigentlich haben Vierbeiner nichts im Schulgebäude zu suchen, also musste es einen besonderen Grund geben.

Schulstunde der besonderen Art: Iris Nußbaum und Gerd Buch von der Rettungshundestaffel Köln sowie Christian Siegel von der Bergwacht Scheibe-Alsbach (von links nach rechts) bei den Mitgliedern der Arbeitsgemeinschaft „Bergwacht“ an der Grundschule Steinheid.


Und den gab es tatsächlich. Denn Lilla, Brix und Borkow sind keine gewöhnlichen Hunde, sie gehören zur Rettungshundestaffel des Deutschen Roten Kreuzes Köln. Und der Besuch galt nicht Schulleiter Gunter Wild, der vorsichtshalber seine Bürotür zum Rückzug offen ließ, sondern den sechs Mitgliedern der im vergangenen Jahr gegründeten Arbeitsgemeinschaft „Bergwacht“. Und die freuten sich natürlich über die unerwartete Abwechslung.

Arbeitsgemeinschaften haben an der Umwelt- und Europaschule eine lange Tradition. Sie bereichern den Unterricht und machen zudem Spaß, nicht zuletzt, weil die Teilnahme freiwillig ist und es hier keine Zensuren gibt. Die Arbeitsgemeinschaft „Bergwacht“ hat jedoch einen besonderen Hintergrund: Gewinnung des dringend benötigten Nachwuchses für die Bereitschaften. „Mit sechs Jungen haben wir begonnen, doch es wäre gut, wenn es noch mehr werden“, meinte Gunter Wild.

Einmal wöchentlich trifft sich die Gruppe und wird dabei im Wechsel von Ausbilder Uwe Müller beziehungsweise von Mitgliedern der Bergwachtbereitschaft Scheibe-Alsbach betreut – natürlich ehrenamtlich. Hier lernen die Kinder, was ein Bergwachtler wissen und können muss, um seine verantwortungsvolle Arbeit erledigen zu können. So werden die Jungen langsam in die Arbeit einbezogen. „Natürlich hoffen wir, sie später als aktive Mitglieder der Bereitschaft begrüßen zu können“, weist Bereitschaftsleiter Konni Lutter auf das Ziel ihrer Bemühungen hin.

Kinder im Grundschulalter an eine ernsthafte Beschäftigung heranzuführen setzt voraus, sie dafür zu begeistern. Das gelingt nicht allein durch theoretischen und praktischen Unterricht, da muss auch ab und zu Action sein. Und genau das war den Scheibe-Alsbacher Bergwachtlern mit dem „Auftritt“ der DRK-Rettungshundestaffel gelungen.

Für Iris Nußbaum und Gerd Buch war das Ehrensache, mit den zwei Labrador Retrievern und dem Rottweiler an der Schule eine Vorführung zu starten – schließlich sind die Kölner und die Scheibe-Alsbacher seit Jahren gute Freunde. „Wir kommen nun schon zum 15. Mal auf den Rennsteig, um unsere Hunde auf die Überprüfung, die alle 18 Monate vorgeschrieben ist, vorzubereiten“, erklärt Gerd. „Leider gibt es bei uns selten Schnee und das nächste Übungsgelände ist 80 Kilometer entfernt. Und hier finden wir ideale Voraussetzungen für die Ausbildung von Hund und Führer.“

Rettungshundestaffel und Bergwachtbereitschaft sind eigentlich untrennbar verbunden, wenn es um die Suche und Bergung von Verletzten in einem unwegsamen Gelände, wie die Rennsteigregion, geht. Allerdings gibt es hier in der Nähe keine Rettungshunde und so sind die Scheibe-Alsbacher froh darüber, wenigstens einmal im Jahr mit den Kölnern ihre Erfahrungen austauschen zu können. „In einem Jahr hatten wir sogar einen richtigen Einsatz“, erzählt Iris Nußbaum, „da mussten unsere Hunde einen Mann suchen.“

Für einen Jungen aus der Arbeitsgemeinschaft sind die Kölner keine Unbekannten. Pauli (Paul) Lutter, der Sohn des Bereitschaftsleiters, nutzt jede Gelegenheit dabei zu sein, wenn sein Vati in Sachen Bergwacht unterwegs ist. Und so war das Hallo groß, als die zwei Hundeführer samt Vierbeinern in Begleitung des einheimischen Bergwachtkameraden Christian Siegel eintrafen. Richtig stolz war Pauli, dass er einen Verirrten „spielen“ konnte, den die Rettungshunde auf dem Schulhof suchen mussten – und zur Freude der anderen Kinder auch nach kurzer Zeit fanden.

Nur kurze Zeit brauchte die sechsjährige Lilla, um Frauchen Iris zu signalisieren, dass sie das „Opfer“ Pauli gefunden hat.


Leider war die Zeit viel zu schnell herum. Gerne hätten die Mitglieder der Arbeitsgruppe noch mit den Hunden gespielt, doch auf die wartete in Siegmundsburg wieder hartes Training, um die anstehende Prüfung auch zu bestehen.

Gerne hätten die Jungen noch mit den Hunden im Schnee gespielt, doch die mussten wieder zurück zur Ausbildung.

Anmerkung der Bergwacht 

Vielen Dank an das Freie Wort, deren Redakteure und hier im Speziellen an Raimund Sander.

Der letzte Einsatz des Jahres 2008

Der letzte Einsatz des Jahres 2008 für unsere Kameraden fand in der Skiarena Silbersattel in Steinach statt. Nach dem Schließen der Arena kam über Funk die Meldung, dass noch ein verletzter Skifahrer auf der Familienabfahrt liegen würde. Da bereits ein Mitarbeiter der Arena mit einem Motorschlitten in diese Richtung unterwegs war, überprüfte dieser die Meldung und bestätigte sie nach kurzer Zeit. Daraufhin begaben sich unsere Kameraden mit einem weiteren Schlitten zum Unfallort. Vorgefunden wurde ein ca. 40 jähriger Mann mit Verdacht auf Schulterluxation. Nun wurde eine entsprechende Meldung an die Rettungsleitstelle Suhl abgesetzt. Nach kurzer Zeit stand fest, dass keine Rettungsmittel zur Verfügung standen. Auf Grund der Schmerzen des Patienten traf die Leitstelle die Entscheidung, den Rettungshubschrauber Christoph 60 aus Suhl zum Einsatzort zu entsenden. Dieser landete nach einigen Minuten. Das Rettungsteam übernahm die weitere Versorgung des Patienten. Nachdem Schmerzmittel verabreicht waren, wurde der Patient in den Hubschrauber geladen und ins Klinikum Suhl geflogen. Durch das Team der Skiarena wurde zwischenzeitlich mit Pistenraupen die Familie des Verunfallten an den Unfallort gebracht. Die Notärztin informierte die Frau über das weitere Vorgehen und sie konnte dem Familienvater mit dem PKW ins Klinikum folgen.
Dieser Einsatz zeigte wieder einmal die sehr gute Zusammenarbeit zwischen Bergwacht und den Skiarena-Mitarbeitern einerseits und Bergwacht, Rettungsleitstelle und Rettungskräften (egal ob RTW -, NEF – oder Hubschrauberbesatzung) andererseits.

 

Hubschrauber2
Hubschrauber1Hubschrauber3

Notarzt, Bergwacht und Rettungsdienst

 
Notarzt, Bergwacht und Rettungsdienst

Text und Bild aus dem Freien Wort vom 03.01.2009.

Vielen Dank an die freundlichen Bergwacht-Sanitäter

Eigentlich wollte ich anfänglich an dieser Stelle einmal meiner Wut freien Lauf lassen und über die einen oder anderen Missstände beim IXS Downhillcup in Steinach berichten (z.B. die langen Wartezeiten am Lift auf Grund der nicht vorhandenen Shuttle-Möglichkeiten und der damit leider spärlich ausfallenden Trainingszeiten, etc.). Doch ich wurde eines besseren belehrt und berichte mal ausschließlich über die wirklich erfreulichen Dinge. Zum einen war das Wetter der absolute Knaller. Perfekt zum biken, nicht zu warm und nicht zu kalt und das bei strahlend blauen Himmel. Zum anderen war die Strecke super schnell (wurde mir leider zum Verhängnis) und flowig.

Bild 2

 Text und Bilder: Stefan Thomas 

 P.S. In der Regel sind wir immer so schnell :).

Helfen, wo sonst keiner hinkommt

Aus dem Freien Wort vom 19.11.2008

Der Vorsitzende des DRK Sonneberger Kreisverbandes Erwin Götz (l.)
überreicht dem Bereitschaftsleiter Konni Lutter den Schlüssel.

Kameraden in Scheibe-Alsbach nahmen neues Einsatzfahrzeug in Betrieb. 

Scheibe-Alsbach
 – Vor wenigen Tagen war es endlich soweit, die Kameraden der Bergwacht Scheibe-Alsbach konnten ihr neues Einsatzfahrzeug in Betrieb nehmen. Erwin Götz, Vorsitzender des DRK Sonneberger Kreisverbandes überreichte dem Bereitschaftsleiter Konni Lutter den Schlüssel.

Ein Geländefahrzeug musste es schon sein, denn schließlich kommen die Kameraden der Bergwacht dort zum Einsatz, wo meist ein normaler Rettungswagen nicht hinkommt. Das Einsatzgebiet reicht von Goldisthal über Masserberg bis hin zur Eisfelder Ausspanne, von Saargrund bis Effelder, Schalkau, Steinach und Steinheid. Fast ein Dutzend Gemeinden liegen im Zuständigkeitsbereich, viele Einsätze führen die Bergwachtkameraden auch zur Skiarena in Steinach, allein dort kommen in einer Saison rund 1500 Einsatzstunden zusammen. 

Allerdings stecken die Kameraden auch in einem gewissen Dilemma. Gesetzlich ist zwar eine Bergwacht vorgeschrieben, aber wenn es um die Finanzierung geht, fühlt sich niemand so recht zuständig. Für die Bergung eines Verletzten erhält die Bergwacht rund 51 Euro. „Das ist aber eine freiwillige Leistung der Krankenkassen“, erklärt Konni Lutter. Weiter sagte der Bereitschaftsleiter: „Es gibt auch Kassen, die die Zahlung ablehnen.“ 

Erfreut zeigten sich die Kameraden und DRK-Chef Götz über die Zuwendung der Gemeinde Goldisthal, „Mit 5 000 Euro hat sich Goldisthal an der Finanzierung des Fahrzeugs beteiligt“, erzählt der Vorsitzende. Enttäuscht zeigten sich die Kameraden, dass von den anderen Gemeinden nicht einmal eine Reaktion auf das Ansinnen der Bergwacht erfolgte. „Einzig die Stadt Schalkau hat uns noch mit 150 Euro unterstützt“, sagt Lutter erfreut. 

Dabei ging es den Kameraden keinesfalls nur um die großen Summen, die Einsicht, dass es in manchem Stadtsäckel mau aussieht, ist auch bis nach Scheibe-Alsbach gedrungen. Und so freue man sich ebenso über die 150 Euro von Schalkau wie über die größere Summe von Goldisthal. Man würde sich auch eine bessere Unterstützung durch das Landratsamt wünschen, war der eigentliche Tenor. In der jetzigen Situation fühlen sich die Kameraden am Rande des Kreisgebietes etwas verlassen und vergessen.

Die Kameraden begutachten das Fahrzeug. 
Der Geländewagen ist so ausgelegt, dass darin 
auch ein Verletzter abtransportiert werden kann.

Ohne die Unterstützung des DRK-Kreisverbandes würde gar nichts gehen. Dieser hat den größten Teil der rund 20 000 Euro für das Fahrzeug getragen. 

Allerdings ist noch der Spezialausbau, Blaulicht, Funktechnik und Ausrüstung erforderlich: „Dabei helfen uns zwei Sonneberger Firmen“, sagt Konni Lutter und bedankt sich bei Brakom und Stephans Forstmaschinen. „Wir sind froh über diese engagierte ehrenamtliche Truppe“, versichert Christine Doktorowski, die Referentin im DRK Sonneberger Kreisverband und lobte besonders den Einsatz der Jugend. 

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Bergwacht Scheibe-Alsbach

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