Bergwachtbereitschaft Scheibe-Alsbach 

Bilanz nach mehr als 800 Dienststunden: 18 Verletzte geborgen

Freies Wort vom 25.04.2003

Scheibe-Alsbach – Über 800 Dienststunden leisteten die Kameraden der Bereitschaft in diesem Winter, davon 450 Stunden an 40 Tagen in der Skiarena Silbersattel. Es waren an den Wochenenden, Feiertagen und in den Ferien ständig Kameraden in Steinach vor Ort und konnten so zahlreichen verletzten Personen schnelle und qualifizierte Hilfe zukommen lassen. 
18 Verletzte wurden an den Rettungsdienst übergeben, wobei die Verletzungen bei diesen Personen von Frakturen an Armen und Beinen, Verletzungen der Bänder bis hin zu einer Wirbelsäulenverletzung reichten. Weitere kleinere Verletzungen konnten vor Ort versorgt werden. Dieser ständige Bereitschaftsdienst wurde eingerichtet, um die Einsatzzeit zu verkürzen,da die Anfahrt entfällt. Dies hat nun schon den zweiten Winter Früchte getragen.

Eine weitere Aufgabe war die Absicherung der Wintersportveranstaltungen im Dienstgebiet. In diesem Winter kam die stattliche Anzahl von 23 Veranstaltungen zusammen, welche durch die Kameraden aus Scheibe-Alsbach abgesichert wurden. Die Sportvereine von Scheibe-Alsbach, Steinheid, Rauenstein und Steinach haben einen festen Partner in den Kameraden der Bergwacht gefunden. Dies zeigt sich auch in der langjährigen Zusammenarbeit der Vereine. Hinzu kommen die Veranstaltungen von Gastvereinen, welche ihre Veranstaltungen zum Beispiel in Steinheid oder Steinach durchführen. So kommen auch die verschiedensten Sportarten zusammen, welche die Scheibe-Alsbacher absichern.

Auf Grund der Schneesituation mussten die Kameraden einmal den Rettungsdienst beim Transport einer Person in Krankenhaus helfen, da ein Abholen mit dem Rettungswagen nicht direkt möglich war, wurde die Person mit dem Akia zum RTW gebracht.

Zwei weitere Einsätze galten der Suche vermisster Personen. Die erste Suche im Dunkeln wurde mit dem Auffinden der gesuchten Person zu Hause abgebrochen. Die zweite Suche erfolgte bei Tageslicht in Zusammenarbeit mit der Polizei. Auf Amtshilfe-Ersuchen rückten die Kameraden aus, um eine vermisste Person im Wald zu suchen. Dazu wurden zwei Motorschlitten zum Einsatz gebracht.

Ingesamt war es ein dienst- und stundenreicher Winter. Jedes Wochenende waren die Einsatzleiter mit ihren Kameraden unterwegs, um für Menschen in Not dazusein und schnellstmöglich Hilfe zu gewährleisten.

Die 15 Einsatzkräfte der Bergwacht Scheibe-Alsbach hatten in der zurückliegenden Wintersaison wenig Freizeit, da diese Aufgaben alle neben der Arbeit liefen. Die Familien mussten viel zurückstecken, um diese vielen Termine umsetzen zu können. Da alle Bergwacht-Arbeit ehrenamtlich ist, ist vielfach ein Dankeschön das einzige, was die Kameraden erhalten.

Besonders unter der Woche ist es schwierig, Einsatzkräfte für Einsätze bereitzustellen. Deshalb sollten die hauptamtlichen Mitarbeiter im Rettungsdienstzweckverband und in manchen Kommunen einmal über eine angemessene Unterstützung für diese ehrenamtliche Bergwachtarbeit nachdenken. Ansonsten könnte es irgendwann einmal soweit sein, dass es keine Ehrenamtlichen mehr gibt.

Für die hervorragende Zusammenarbeit bedanken sich die Bergwachtkameraden bei ihren Kollegen des Rettungsdienstes der Kreiskrankenhäuser Sonneberg/ Neuhaus, besonders den Kameraden aus Neuhaus, bei den Ärzten und Schwestern der Notaufnahme Neuhaus, bei Frau Dr. Martina Stauch und bei der Rettungsleitstelle Suhl. Ein weiteres Dankeschön geht an Gerhard Müller, Geschäftsführer der „Skiarena Silbersattel“, sowie seine Mitarbeiter und an die Sportfreunde der einzelnen Sportvereine. Konni Lutter