Einsatzüberprüfung durch den Landesvorstand der Bergwacht Thüringen

Am Samstag, dem 27. Juli 2002 gegen 18.30 Uhr wurde wiedereinmal Alarm für die Bergwacht Scheibe-Alsbach ausgelöst. Über die Meldeempfänger kam die Alarmierung von der Rettungsleitstelle in Suhl. 
Nach der Meldung über Funk, wurde den Einsatzkräften mitgeteilt, dass ein Radfahrer auf dem Rennsteig in der Nähe der "Steinheider Hütte" Richtung Scheibe-Alsbach gestürzt sei.
Daraufhin setzte sich die Einsatzgruppe der Bereitschaft in Bewegung zum Unfallort.
Die Einsatzgruppe bestand aus dem Einsatzleiter und 8 Kameraden.
An der "Steinheider Hütte" angekommen, wurde eine Erkundungsgruppe losgeschickt und die Ausrüstung ausgepackt.
Nach wenigen Minuten kam die Rückmeldung, dass die gestürzte Person gefunden sei.
Als Verletzungen wurden Unterschenkelfraktur und Verdacht Wirbelsäulenfraktur angegeben.
Beim Eintreffen am Einsatzort, wurde allen Kameraden schnell klar, das es sich um eine Überprüfung der Bereitschaft durch den Landesausschuss Bergwacht handelte.
Zunächst konzentrierte sich alles auf einen Verletzten. Es wurde jedoch nach kurzer Zeit eine zweite Verletzte Person festgestellt. Diese hatte eine Fraktur des Unterarmes.
Durch einige Kameraden wurden, unter den wachsamen Augen der Landesausbilder, die beiden Verletzten versorgt. Die restlichen Kameraden waren mit dem Aufbau eines Flaschenzuges beschäftigt. Beim ersten "Verletzten" gestaltete sich die Versorgung und Rettung etwas schwieriger. Dieser war in einen ehemaligen Steinbruch "gefallen" und lag dort zwischen Wurzeln und Bäumchen. Nach der Versorgung der Fraktur und dem Anlegen eines Stifneck, musste er auf eine Schaufeltrage gelagert und dann in den Akia, auf eine Vakuummatratze, gelegt werden.
Zunächst musste die ganze Ausrüstung in dieses Loch gebracht werden. Mittels Flaschenzug, wurde dann der Verletzte im Akia nach oben gezogen.
Der zweite Verletzte lag am Rand des Steinbruches. Nach der Erstversorgung mit einer Schiene, konnte er mit einer Trage zum Übergabeort gebracht werden.
Von der Alarmierung bis zum Eintreffen am Unfallort, brauchten die Kameraden weniger als 20 Minuten.
Nachdem die "Verletzten" gerettet waren, führten die Landesausbilder eine kurze Auswertung durch, in der den eingesetzten Kameraden das positive und das negative des Einsatzes aufgezeigt wurde.

v.l.n.r. oben: Vorbereiten des Akja (Anschrauben des Radsatzes); Ablassen des Akja zum Verletzten

unten: Versorgung des Verletzten durch zwei Kameraden; Schweizer Flaschenzug