Bergwacht-Alarm: Holzfäller unter Baum eingeklemmt - Freies Wort vom 04.05.2012

Schnelle Hilfe in unwegsamen Gelände war dieser Tage von der Bergwacht Scheibe-Alsbach gefordert. Ein Holzwerber aus Katzhütte lag verletzt im Wald.

Scheibe-Alsbach/Katzhütte - Donnerstag, 16.41 Uhr, lösen die Funkmelder der Bergwacht Scheibe-Alsbach Alarm aus. Die erste Meldung lautete: Holzarbeiter unter Baum eingeklemmt und verletzt.

Wenige Minuten später rückten bereits die Kameraden der Bergwacht mit ihrem Geländefahrzeug aus. Der Einsatzort, so schildert Bereitschaftsleiter Konni Lutter, war aber nicht genau bekannt. Und so führte die Einsatzfahrt zunächst ans Forsthaus "Wulst", zwischen Neuhaus und Katzhütte gelegen. Der zwischenzeitlich angeforderte Rettungshubschrauber "Christoph 60" aus Suhl und ein Rettungswagen aus Neuhaus am Rennweg waren dort ebenfalls schon eingetroffen.

Zur Übergabe des verletzten Mannes aus Katzhütte vom Krankenwagen an den Rettungshubschrauber Christoph 60 musste erst ein geeigneter Landeplatz gefunden werden.Notarzt und Sanitäter wurden von einem weiteren Holzarbeiter in dessen Geländewagen zum Unglücksort gebracht. Danach lotste der Mann das Bergwacht-Fahrzeug ebenfalls zur Unfallstelle. Beim Eintreffen der Bergwacht hatten Notarzt und Rettungsassistenten das Opfer - ein 70-Jähriger aus Katzhütte - bereits unter dem Baum geborgen und medizinisch versorgt. "Die Bergwacht erhielt nun den Auftrag, den Verletzten auf einer Vakuummatratze zu lagern und mittels Gebirgstrage aus dem unwegsamen Gelände zum Fahrzeug zu bringen", so Lutter.

"So war es möglich, den Holzmacher möglichst schonend zu transportieren. Nach der Lagerung im Fahrzeug begann der Transport zum Hubschrauber." Da der Landeplatz nicht anzufahren war, wurde ein neuer gesucht. Genügend Platz fand man am Forsthaus "Lindig". Der Hubschrauber setzte um und der Patient wurde aus dem Fahrzeug in die Kabine gehoben. Dann ging es per Helikopter ins Klinikum Suhl.

Die Helfer sammelten ihre Ausrüstung wieder ein und begab sich dann zum Standort. Dieser war gegen 18.20 Uhr erreicht. Die Bergwacht möchte in diesem Zusammenhang noch einmal auf die Gefahren im Wald, insbesondere beim Holzfällen, hinweisen. "Es sollten immer Vorkehrungen getroffen werden, um solche Unfälle auszuschließen", mahnt Konni Lutter. anb